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Energieschub für die Ruhrtriennale

Seit dem Sommer 2015 bilden die Ruhrtriennale und unsere Stiftung eine kreative Allianz. Anlass war die Realisierung eines außergewöhnlichen Kunstdorfs auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum. Entwickelt hat es das niederländische Künstlerkollektiv Atelier van Lieshout und es ist auch in diesem Jahr wieder Spielstätte, Partylocation und Schauplatz energiegeladener Zukunftsdebatten.

Bereits im ersten Jahr der Kooperation hatte van Lieshout viel kreative Energie bewiesen, als er die Triennale nicht nur um Kunstwerke, sondern gleich um eine neue, ungewöhnliche Spielstätte bereichert hatte: „The Good, the Bad and the Ugly“. Hinter diesem Titel verbirgt sich eine Installation seines Ateliers, bestehend aus dem „Refektorium“, Gebäudeskulpturen sowie ikonografischen Arbeiten. Ihr gemeinsames Thema: neue Energien, neue Industrien und neue gesellschaftliche Lebensformen – und all dies provokant, ironisch und überaus sinnlich präsentiert. Ein spannender Ansatzpunkt für unsere Stiftung und der Grund, drei Jahre lang dafür zu sorgen, „The Good, the Bad and the Ugly“ um immer neue Arbeiten zu erweitern und mit weiteren Angeboten und Debatten zu verknüpfen.

Auf das 2015er Motto „Domesticate me“ folgte in der Spielzeit 2016 das Thema „Mensch und Maschine“. Ein besonderer Akzent lag dabei auf der künstlichen Intelligenz und der Niederländer schuf eine Reihe neuer Werke. Ein Hingucker waren – allein ob ihrer Größe – sicher der „Talking Head“ und das Steam Hammer House. Neu hinzu kam auch unser Symposium Maschinenmenschen und Menschmaschinen in van Lieshouts Refektorium. Gemeinsam mit dem Künstler und Gästen von Chaos Computer Club bis Silicon Valley debattierten wir über die Herausforderungen der Digitalisierung für unser Zusammenleben. Ein großes Thema, dem wir in der Spielpause 2016/2017 noch mal einen eigenen Abend widmeten. Im Technoclub Goethebunker in Essen diskutierten wir unter dem Titel „Ziemlich beste Freunde?“ weiter zu den Aspekten der Digitalisierung, Robotik und der Zukunft und Arbeit. Gäste waren Rainer Bischoff, KUKA Roboter GmbH, Martin von Broock, Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik, Stefan Heumann, Stiftung Neue Verantwortung.

Auch diesen Sommer geht es wieder rund. Die Neukonzeption des Künstlerdorfs durch Joep van Lieshout trägt die Überschrift „The End of Everything/The Beginning of Everything“. Seinen neuen Arbeiten liegt die Idee zugrunde, dass alles in großem Maßstab zerstört werden muss, um Platz für einen kreativen Neuanfang zu schaffen. Die Eröffnung der Installation und des Festivalzentrums fand am 18. August statt. Bis 30. September gibt es  im Refektorium, dem Festivalzentrum der Ruhrtriennale, ein kostenloses Programm mit Musik, Lesungen, Party und Mitmachaktionen, das an van Lieshouts Kunst und andere Werke anknüpft.

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