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Ruhrtriennale 2018

Transformation, Zusammenarbeit und Selbstreflexion

Seit vielen Jahren ist die innogy Stiftung Partner der Ruhrtriennale, die auch im laufenden Jahr 2019 wieder vom 21. August bis 29. September im Ruhrgebiet stattfindet. Hallen, Kokereien, Maschinenhäuser, Halden und Brachen des Bergbaus und der Stahlindustrie verwandeln sich in beeindruckende Spielorte an den Schnittstellen von Musiktheater, Schauspiel, Tanz, Performance und Bildender Kunst.

Zum 18. Mal bespielen im Jahr 2019 zeitgenössische Künstler die beeindruckende Industriearchitektur des Ruhrgebiets. Während bei der Ruhrtriennale 2018 die Perspektiven des Globalen Südens im Fokus des Programms standen, werden 2019 Aspekte europäischer Selbstkritik ins Zentrum gerückt. Auf vielfältige Weise beschäftigen sich die eingeladenen KünstlerInnen mit der eigenen privilegierten europäischen Existenz. Andere Arbeiten analysieren die Auswirkungen der europäischen Zerstörung an den Rändern und außerhalb des Kontinents.

Auch das im Jahr 2018 eröffnete und von der innogy Stiftung initiierte Festivalzentrum „Third Space“ ist wieder ein interaktiver Treffpunkt. Wir sind gespannt, denn „Third Space“ ist ja nicht irgendein Festivalzentrum, sondern selbst in Bewegung. Entwickelt wurde die Idee 2018 von raumlaborberlin: Basis des Zentrums ist ein altes Militärflugzeug. Der Rumpf einer Transall C-160 wurde aufgeschnitten und 2018 beispielsweise im hinteren Teil mit einem Stück einer Boeing ergänzt. Eine Treppe aus Holz führte ins Innere des Flugzeugs, die Tragflächen wurden abmontiert – Bruchlandung oder Neubeginn fragten sich die Gäste? Die Antwort lässt Architekt Benjamin Foerster-Baldenius offen.

Welche Gestalt das „Third Space“ auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum dieses Jahr annimmt, hängt ganz von den Besuchern ab. Teilweise stehen ihnen die gleichen, aber ebenso auch ganz neue Bauelemente zur Verfügung. Denn: Bis zum Projektabschluss im Jahr 2021 soll sich das Flugzeug immer wieder verändern. Ob man sich organisatorisch oder handwerklich beteiligt, ist jedem selbst überlassen – im Fokus steht die Zusammenarbeit und Diskussion.

Das diesjährige Programm des „Third Space“ besteht aus vielfältigen Lesungen, Kurzfilmen, partizipativen Werkstätten, einem Writers Room und freitäglichen Perfomances, Konzerten und Parties. In mehrtägigen Workshops bauen Jung und Alt beispielsweise gemeinsam Öfen oder verschiedene Künstler kochen zusammen für das Publikum ihre Leibspeise und kommen beim Festmahl miteinander ins Gespräch. Am 15. September startet um 13 Uhr zudem unser „Salon zu Klimaschutz und Gerechtigkeit“. Stiftungs-Geschäftsführer Stephan Muschick moderiert dort die Gesprächsrunde zum Thema „There is no Planet B“. 

Weitere Infos zum diesjährigen Programm des Third Space finden Sie hier. Allgemeinen Informationen zur Ruhrtriennale finden Sie auf dieser Website.