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Ruhrtriennale 2018

Eine Gesellschaft zwischen den Zeiten

Von 9. August bis 23. September findet im Ruhrgebiet die Ruhrtriennale 2018 statt. Das diesjährige Festival ist geprägt von Zukunftsthemen: Migration, Verteilungskriege und gesellschaftliche Veränderungen führen zu uns unbekannten Herausforderungen. Wie werden wir diese „Zwischenzeit“ meistern?

Zum 17. Mal bespielen zeitgenössische Künstler die beeindruckende Industriearchitektur des Ruhrgebiets. „Zwischenzeit“ lautet der Titel des aktuellen Festivals, das die neue Intendantin Stefanie Carp zusammen mit Christoph Marthaler als assoziiertem Künstler leitet. In der vergangenen Spielzeit waren die Arbeiten des Ateliers van Lieshout zu Digitalisierung und neuen Lebensformen Anlass zu reger Diskussion und machten das neu eröffnete und von der innogy Stiftung initiierte Festivalzentrum zu einem interaktiven Treffpunkt. Für die kommenden drei Jahre fördern wir nun das neue Projekt „Third Space“.

Eine Reise in die Zukunft

Die Ruhrtriennale 2018 widmet sich ganz dem Gefühl einer Zwischenzeit – mit Beiträgen aus Kunst, Musik, Theater und Tanz. Ein Ort der Begegnung soll das Festivalzentrum „Third Space“ der Gruppe raumlaborberlin sein: Die Besucher sehen Teile eines Flugzeugs, das entweder abgestürzt ist oder gerade repariert wird. Das bleibt offen. Dies könnte man als Bild unserer gesellschaftlichen Situation interpretieren. Die Fragen sind: Haben wir eine Bruchlandung hingelegt oder bauen wir um? Können wir die Zwischenzeit nutzen, um etwas Neues zu erschaffen?

Die Besucher sind aufgerufen, am Kunstwerk mit zu bauen: In den nächsten drei Jahren soll sich das Flugzeug während der Festivalzeit immer wieder verändern. Ob man sich organisatorisch oder handwerklich beteiligt, ist jedem selbst überlassen – im Fokus steht die Zusammenarbeit und Diskussion.

Neben dem „Third Space“ beschäftigen sich viele nationale und internationale Künstler mit dem Thema der Veränderung. Das Musiktheater „Universe, Uncompleted“ etwa führt Teile von Charles Ives unvollendeter Universe Symphony auf. Die Zuschauer blicken dabei gewissermaßen von einer fernen Zukunft auf die Gegenwart zurück. Die Junge Triennale wiederum stellt in ihrem Projekt #nofear die Frage: Wie kann man die Angst vor der Zukunft, vor dem Fremden, vor Diversität, überwinden? Mit Begegnungen, Gesprächen und Interviews möchte sie Antworten darauf finden. Wir sind sehr gespannt auf das vielfältige Programm und berichten schon bald wieder in unserem Blog über die Ruhrtriennale 2018.

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