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Internationaler Lichtkunstpreis

Erleuchtung für die Energiewende

Mit dem International Light Art Award 2017 (ILAA) haben die innogy Stiftung und das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna 2015 ein Zeichen gesetzt, um das junge Genre der Lichtkunst in Deutschland und international zu fördern. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird im zweijährigen Turnus vergeben. Nach der Premiere 2015 in Berlin fand die Verleihung 2017 im Lichtkunstzentrum selbst statt.

Gewinner der zweiten Auflage war Satoru Tamura – mit einer so eindrucksvollen wie technologisch simplen Arbeit. Der japanische Multimedia-Künstler überzeugte die Jury mit seinem Werk „Point of contact for Unna” und setzte sich gegen die anderen beiden Finalisten Tilman Küntzel und Matti Vroegop/Ed Schoonveld durch. Nach der Verleihung wurden die Arbeiten aller drei Finalisten in einer Sonderausstellung in Unna gezeigt.

Tamura folgte damit den beiden Kölnern Martin Hesselmeier und Andreas Muxel, den Siegern des ersten Lichtkunstpreises 2015. Ihre Arbeit „Weight of Light” aus LED-Schnüren war nach der Preisverleihung ebenfalls mehrere Monate lang in Unna zu sehen gewesen.

Ausgewählt hatte den Gewinner eine Jury unter Vorsitz des berühmten Künstlers Keith Sonnier. Neben dem weltbekannten Installations-Künstler bestand sie aus Jürgen Bey (Designer), Gregor Jansen (Kunsthalle Düsseldorf), Anne-Marie Melster (Kuratorin), Andreas Muxel & Martin Hesselmeier sowie den Künstlern Christina Kubisch und Pedro Cabrita Reís.


 

Tamuras Arbeit machte mit einfacher – analoger (ja, gibt es wirklich noch!) – Technologie aus einem kurzen Moment des elektrischen Kontakts ein Lichtfeuerwerk: In den dunklen Gewölben des Lichtkunstzentrums erzeugte eine an einem Seil hängende Messingstange bei der Berührung einer Stahlplatte Funken. Daher auch der Name „Point of contact”. Der Kontakt schloss einen Stromkreis und eine zylindrische Säule aus verbundenen Glühlampen leuchtete auf. Ein Lichtschauspiel, das so lebendig wirkte, dass es den Betrachter die Kraft von Licht hautnah spüren ließ. Dies galt umso mehr, als dass es gleich mehrere Sinne ansprach: Man sah das Licht an- und ausgehen. Den Funkenflug konnte man hören und – sagte so mancher in Unna – sogar ein klein wenig riechen.

Der Japaner bediente somit auf sehr eingängige, leicht vermittelbare Art die visuellen Möglichkeiten von Lichtkunst und brachte Kunst und Energie zusammen – zwei Belege, wieso der Wettbewerb und seine Künstler auch so gut zur innogy Stiftung passen: „Unser Anliegen ist es, Diskurse in Gang zu setzen, und Lichtkunst und die mit ihr verbundenen Technologien mit gesellschaftlichen Themen zu verknüpfen,“ so Geschäftsführer Stephan Muschick. „Uns freut es, dass der International Light Art Award nachhaltig wirkt.“

Ziel des ILAA: Lichtkunst und gesellschaftliche Themen verknüpfen

Der ILAA ist eine von mehreren Initiativen der innogy Stiftung, um Kunst und Energie zusammenzubringen. Ähnlich wie das bereits seit 2010 bestehende Artist in Residence-Programm VISIT richtet er sich vor allem an junge Künstler und dies in einem internationalen Kontext. So war bei der ILAA-Premiere auch ein Lichtkünstler aus Chile unter den Finalisten. Das verhältnismäßig junge Genre der Lichtkunst bietet viele Verbindungen zum Stiftungs-Fokus, also Energie und Energiewende im gesellschaftlichen Kontext: LEDs, Energiesparen, Beleuchtung sowie die Schnittstelle von Mensch und Technik sind nur vier Stichworte.

Die nächste Verleihung des Lichtkunstpreises steht 2019 an.

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