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Ideenfabrik Think Lab

Energie ist eines der Topthemen in Politik und Gesellschaft und das Gelingen der Energiewende essentiell für unsere Zukunft. Jedoch stellt sich die Frage: Welche gesellschaftlichen Innovationen sind nötig, damit sie ein nachhaltiger Erfolg wird?

Die Energiewende bestimmt nicht erst seit dem Atomausstieg 2011 die Agenda der deutschen Energiepolitik. Technisch hat sich bereits viel getan: Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung liegt Mitte 2017 bei knapp 38 Prozent und steigt weiter. Um der Energiewende den nötigen gesellschaftlichen Rückhalt zu geben, braucht es jedoch auch das entsprechende Bewusstsein in der Gesellschaft. Schließlich geht es nicht nur um neue Wege der Erzeugung, sondern auch die Verteilung und Nutzung von Energie.

Kreative Ideen sind gefragt

An dieser Stelle setzt das Think Lab „Energie – Gesellschaft – Wandel“ an, eine gemeinsame Initiative mit der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw). Das Think Lab fördert die Energiewende-Projekte von Schülern, Studierenden und Promovierenden aller Fachrichtungen: durch Stipendien, Projektzuschüsse bis zu 5.000 Euro sowie begleitende Seminare, etwa über Zukunftsforschung, Projektmanagement und Präsentationstechniken.

Ziel eines jeden Think-Lab-Projekts sind innovative Ideen zur Energiewende und den damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen. Beim Umsetzen ist Raum für Kreativität – das Spektrum kann von Kunst- und Kulturinitiativen über Partizipationsangebote für Bürger bis hin zu Technologie- oder Bildungsprojekten für Schulen reichen. In ihren Projektgruppen arbeiten die Geförderten dann zwölf Monate an den von ihnen entwickelten Ideen. Diese sollen möglichst auch einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden, damit sie weitere Unterstützer gewinnen und im Idealfall über die Projektlaufzeit fortbestehen beziehungsweise Nachahmer an anderen Orten finden.

Die bisherigen Projekte machen Lust auf mehr

Inzwischen sind die ersten beiden Projektrunden abgeschlossen. Hier stellen wir Ihnen einige Ideen aus der ersten Runde vor, die das Thema Energiewende aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten:

  1. „Energienetzwerke“:
    Die Projektgruppe analysiert die Energiewende im medialen Diskurs, um die thematischen Schwerpunkte und Absichten verschiedener Interessengruppen offenzulegen.
  2. „Final Insulation“:
    In diesem Planspiel werden auf vier fiktiven Inseln Maßnahmen zum Umstieg auf grüne Energie diskutiert. Die Teilnehmer aus Schulen und Hochschulen schlüpfen dabei in die Rolle unterschiedlicher Interessengruppen und debattieren über Herausforderungen und Grenzen der jeweiligen Vorschläge. Weitere Informationen finden Sie in der Präsentation von Final Insulation.
  3. „Aiolos“:
    Theorie und Praxis verbindet dieser Workshop: Zunächst beschäftigen sich die beteiligten Schülerinnen und Schüler und ihre studentischen Mentoren intensiv mit nachhaltigem Wirtschaften, erneuerbaren Energien und dem persönlichen CO₂-Fußabdruck; dann errichten sie eigenhändig eine Kleinwindkraftanlage – vom Fundament bis zur Montage der Rotoren. Weitere Informationen gibt es in der Präsentation von Aiolos.
  4. „Energiewende selber machen“:
    Eine Studentengruppe hat einen Leitfaden entwickelt, wie man in siebten und achten Klassen das Thema Energiewende vermitteln und durch geeignete Methoden erfahrbar machen kann.

Zu den Projekten aus der zweiten Runde gibt es bei uns im Blog eine Interviewserie, die die Projektideen sowie die Menschen und Motivationen dahinter vorstellt. Lesen Sie hier Teil 1: „Eine Chance die Energiearmut in Afrika zu bekämpfen“.

Sie möchten sich bewerben?

Weitere Projektideen sind jederzeit willkommen. Bitte wenden Sie sich an j.huelshoerster@sdw.org. Weitere Informationen gibt es auch auf der Website oder der Facebook-Seite des Projekts.

Foto: Felix Zahn/photothek.net