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Großer Bahnhof für die Kunst

Den ganzen Sommer über läuft rund um den Düsseldorfer Hauptbahnhof ein Kulturfestival der besonderen Art. Passend zum belebten Ort gibt es ein buntes, interdisziplinäres Programm. Die innogy Stiftung ist als Veranstalter dabei.

Wie öffentlicher Raum und Kunst eine kreative Symbiose eingehen, zeigt sich aktuell besonders gut in Düsseldorf, genauer: im dortigen Bahnhofsviertel, das seit Jahren einen intensiven stadtplanerischen Transformationsprozess durchläuft. Gentrifizierung und Umwidmung der Nutzung wirken sich auch in der Bevölkerungsstruktur, Kulturangebot und Pendlerverhalten aus.

Seit 2017 läuft hier das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Von fremden Ländern in eigenen Städten“; die Ergebnisse sind von Anfang Juni bis Mitte August auf so vielfältige wie kreative Weise zu sehen – in Form von Theater- und Tanzproduktionen, Filmen, Liederabenden, kulturellen Stadtführungen, Ausstellungen, Konzerten und Lesungen. Dazu kommt Unkonventionelles wie ein „Workshop zum japanischen Seilbondage“ oder Performances zur Kulturgeschichte des Poledance, was zur (Rotlicht-)Geschichte des Viertels passt. Zudem gibt es am 22. Juni ein großes Quartierfest auf dem Bertha-von-Suttner-Platz.

Die innogy Stiftung fördert das Projekt, im Besonderen die Installation von Katharina Sieverding am Düsseldorfer Schauspielhaus. Warum wir dabei sind? Weil wir überzeugt sind, dass Kunst einen wertvoller Beitrag zur Quartierentwicklung leistet – zu der von den Bürgern getriebenen Aufwertung und Modernisierung des eigenen Viertels. Und Quartierentwicklung wiederum hat das Potenzial, gesellschaftliches Engagement an der Basis zu fördern – zum Beispiel im Bereich der Energiewende vor Ort.

Von fremden Ländern in eigenen Städten

Katharina Sieverding, GLOBAL DESIRE – BAHNHOFSVIERTEL DÜSSELDORF, 2018, Von fremden Ländern in eigenen Städten, © Katharina Sieverding, VG Bild-Kunst Bonn 2018, Foto: Markus Ambach

„In Zukunft Stadt” – kommen Sie zur Diskussionsrunde am 8. Juli

Besonders freuen wir uns beim Kulturfestival in Düsseldorf auf den 8. Juli: Da sind wir Co-Veranstalter der Gesprächsrunde „In Zukunft Stadt – zu neuen Perspektiven des Verhältnisses von Kunst und Stadt“. Moderiert von Stiftungsgeschäftsführer Stephan Muschick und Markus Ambach diskutieren prominente Kulturschaffende wie der Generalintendant des städtischen Schauspielhauses, Wilfried Schulz, oder Britta Peters, ehemalige Kuratorin der Skulptur Projekte Münster und nun Leiterin von Urbane Künste Ruhr.

Beginn: 15 Uhr
Ort: Im Central am Hauptbahnhof, Worringer Straße 140
Eintritt frei

Mehr Information: vonfremdenlaendern.de

Titelfoto: Markus Ambach