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Mehr Aufmerksamkeit für etwas scheinbar Selbstverständliches

Es gibt kaum etwas so Elementares in unserer modernen Welt wie elektrisches Licht. Ohne künstliche Beleuchtung kein Straßenverkehr, keine Hightech-Industrie, kein Zusammenleben in dichtbesiedelten Metropolen, keine moderne Telekommunikation (die auf lichtleitenden Glasfaserkabeln basiert).

Auch in Kunst, Unterhaltung und Kultur würde ohne Kunstlicht (fast) nichts gehen. Man denke ans Kino, das früher passenderweise Lichtspielhaus hieß, an Abendspiele in der Fußball-Bundesliga oder an Lichtkunst.

Elementar und trotzdem selbstverständlich: Licht ist in unserem Leben einfach da. Hat da zu sein. Wie zentral es in unserem Alltag ist, merken wir erst, wenn es einmal nicht funktioniert.

Licht zwischen Energie und Emotionen

Mit diesem mangelnden Bewusstsein für Kunstlicht war Schluss – zumindest hier in NRW – dank der „Gespräche zur Lichtkultur“. Dahinter verbirgt sich eine öffentliche Veranstaltungsreihe, initiiert von der Lichttechnischen Gesellschaft des Ruhrgebiets, dem Lichtforum NRW und der Highlight Verlagsgesellschaft und gefördert von unserer Stiftung.

„Wir wollen dem Thema Licht mehr Aufmerksamkeit geben“, sagt Dennis Köhler, Geschäftsführer des Lichtforums, „als emotionaler, lebensqualitativer und energetischer Größe. Wir wollen sensibilisieren und Wissen vermitteln – bei denen, die Licht produzieren, bei denen, die Licht räumlich integrieren und bei denen, die Licht konsumieren.“

Veranstaltungen im Gasometer und im Zentrum für Internationale Lichtkunst

Dieser Ansatz hatte uns überzeugt, denn als Energiestiftung betrachten wir Strom und seine Derivate auch gerne interdisziplinär und jenseits der rein physikalischen Zusammenhänge. Was uns ebenfalls gefallen hat: dass die Gespräche an Orten stattgefunden haben, die in besonderem Sinne für Licht und/oder Energie stehen.

Fünf Termine gab es bis jetzt: Bei der Auftaktveranstaltung Ende 2014 diskutierten Experten und Gäste im Gasometer Oberhausen über Licht und Projektion – Entmaterialisierung von Raum und Form. 2015 fanden zwei Termine statt: im Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna zu Wechselwirkung von Lichtkunst und Lichttechnik und im Casino des 91 Meter hohen RWE-Towers in Dortmund zu Anforderungen und Konflikten in der leuchtenden Stadt. Im Mai 2016 ging es dann im Grillo-Theater Essen um Szenografie und Licht und im November des Jahres in der Sternwarte Bochum um Lichtverschmutzung.

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