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Engineering meets Art

Die Perspektive wechseln, Dialoge führen und Naturwissenschaften mit Kunst verschmelzen: das Projekt Engineering meets Art der Technischen Universität Dortmund verbindet angehende Ingenieure mit Kunstschaffenden. Heraus kommen zum Beispiel bewegende Bakterienbilder – im wahrsten Sinne des Wortes. 

Kann man Kreativität erlernen? Und wenn ja, kann man sie sich von denen abschauen, die stellvertretend für diesen Ideenreichtum stehen, von Künstlern? Studierende der TU Dortmund finden dies heraus. Das Projekt Engineering meets Art bringt Bachelor- und Master-Anwärter aus den Fakultäten Kunstwissenschaft und Bio- und Chemieingenieurswesen zusammen.

Beide Seiten – sowohl die Kunstschaffenden als auch die Ingenieure – profitieren von dem Perspektivwechsel. Ingenieure optimieren Produkte und Prozesse. Sie sind effektiv und gründlich, doch wo bleibt die Kreativität? Künstler wiederum, richten sich nicht nach Vorgaben, sondern erschaffen ihre Werke mit Einfallsreichtum und wider jegliche Konventionen. Was passiert, wenn Spezialisten der Strömungstechnik auf Musiker treffen? Finden Mikrobiologen und Fotografen einen gemeinsamen Ansatz? Bis einschließlich Mai 2019 erarbeiten Studierende in je zwei Seminaren zu Musik und Fotografie Kunstobjekte, die  naturwissenschaftliche und  künstlerische Komponenten verbinden.

Wenn Bakterien zu Bildpixeln werden
Dozenten der Seminare sind der mit Fotografie arbeitende Künstler Timo Klos sowie der promovierte Musikwissenschaftler Maik Hester, beratend stehen ihnen Ingenieure zur Seite. Ziel des Projekts ist es, Exponate zu präsentieren, die beide Fachbereiche miteinander verschmelzen.

Eine Exponatidee: Bakterienbilder. Diese Arbeit setzt sich mit den phototaktischen Eigenschaften von Bakterien auseinander. Bakterien bewegen sich stets hin zum Licht. In einer Petrischale werden Bilder sichtbar, sobald sich die Bakterien zu den hellen Stellen bewegen und die dunklen stattdessen meiden. Dieser Prozess lässt sich mit langen Belichtungszeiten aufzeichnen. Eine perfekte Symbiose aus Wissenschaft und Fotografie.

Perspektivwechsel? Unbedingt!
Im Juni 2019 werden die erarbeiteten Exponate der Studenten im Dortmunder U gezeigt. Die Ausstellung ist einer der Höhepunkte zum 50. Jahrestag der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen der TU Dortmund. Den Besucher erwartet ein Rahmenprogramm mit Science-Slam, Führungen und Podiumsdiskussionen.

Im Mittelpunkt von Engineering meets Art steht der Dialog. Gegenseitiges Verständnis für jeweils andere Blickwinkel zu entwickeln, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu entdecken, sind Kernpunkte des TU-Projekts. Um Herausforderungen im Kleinen wie im Großen zu bewältigen, ist die Fähigkeit zum produktiven Dialog sehr wichtig, so die Projektkoordinatorin Kirsten Lindner-Schwentick. Perspektiven zu wechseln, in der Lage zu sein eine tiefergehende Kommunikation zwischen zwei (üblicherweise) getrennten Bereichen zu entwickeln, seien ein wichtiger Schritt, um verbindendes vor trennendes zu stellen und schwierige Situationen erfolgreich zu meistern. Das gilt bis hin zu den globalen Aufgaben, vor denen die Menschheit aktuell steht.

Aktuelle Informationen zu Engineering meets Art finden Sie auf unserem Blog.