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Natur + Technologie = Kunst

Die Skulpturen der Kanadierin Elaine Cameron-Weir sind ein Abbild unserer Zeit: Traditionelle und futuristische Konzepte treffen aufeinander und befinden sich im steten Wechselspiel. Der Dortmunder Kunstverein widmet den innovativen Collagen bis zum 22. Juli eine Sonderausstellung, die die innogy Stiftung fördert.

Muscheln, Leder, Weihrauch: Solch archaische Materialien begleiten die Menschheit schon seit Jahrtausenden – Neonröhren oder Laborgeräte stehen dagegen eher für die rasanten Entwicklungen des Industriezeitalters. Diese (Gefühls-)Welten in der Kunst zusammenzubringen, hat sich Elaine Cameron-Weir zur Aufgabe gemacht. Die 1985 in den ländlichen Weiten Kanadas geborene Künstlerin lebt inzwischen in New York; eine Spannbreite, die sich auch in ihren Werken niederschlägt. Wie eine postmoderne Alchemistin verbindet sie Tierhäute, metallene Kettenhemden und wissenschaftlichen Apparaturen zu geheimnisvollen Collagen, derenen Faszination noch lange nachhallt.

Die Künstlerin und Ihr Werk: die Kanadierin Elaine Cameron-Weir (l.) bei den letzten Aufbauten vor der Eröffnung im Dortmunder Kunstverein. Rechts eine ihre Skulpturen – gefertigt aus einem alten Fallschirm
Die Künstlerin und Ihr Werk: die Kanadierin Elaine Cameron-Weir (l.) bei den letzten Aufbauten vor der Eröffnung im Dortmunder Kunstverein. Rechts eine ihre Skulpturen – gefertigt aus einem alten Fallschirm

 

Elaine Cameron-Weir: Zwischen Science-Fiction und archaischem Mythos

Oftmals ist es Elektrizität, die die Skulpturen aktiviert. Zwischen Science-Fiction und archaischem Mythos scheinen sich die Kunstwerke dabei selbst zu erzeugen. Vom Kunstwerk zum Kraftwerk – im physikalischen wie im metaphysischen Sinne: bei Cameron-Weir ist der Weg nicht weit. Zugleich scheinen sie ein Eigenleben zu entwickeln, als wohne ihnen eine Art künstlicher Intelligenz inne.Im Dortmunder Kunstverein, einem langjährigen Partner der innogy Stiftung, ist nun bis 22. Juli ihre erste Einzelausstellung in Deutschland zu sehen: „Exhibit from a dripping personal collection“. Mehr von Elaine Cameron-Weir gibt es hier auf tumblr.