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Rollenspiel Energiewenden

Die Energiewende spielerisch erleben

Bei der Gestaltung der Energiewende gibt es eine Fülle von Interessen, die mitunter schwer vereinbar erscheinen. Die von uns unterstützte Sonderausstellung „energie.wenden“ im Deutschen Museum macht das komplexe Thema anschaulich – mit einem höchst innovativen Konzept.

Das Ziel ist klar: Am Umbau der Energieversorgung zu mehr Nachhaltigkeit führt kein Weg vorbei. Doch auf welchem Weg erreicht man das? Fragt man etwa Atomkraft-Ingenieure, Windanlagenbauer, Stromnetzbetreiber und Landwirte, so erhält man höchst verschiedene Antworten – und genau damit werden die Besucher im Deutschen Museum in München bis zum 19. August 2018 konfrontiert. Herzstück der Sonderausstellung „energie.wenden“ ist ein multimediales Rollenspiel, das von der innogy Stiftung gefördert wird.

Dabei werden die Argumente diverser Akteure der Energiewende von professionellen Schauspielern vorgetragen, die beispielsweise als Lobbyisten für Wasserkraft, E-Mobilität oder Naturschutz auftreten. Die Besucher müssen in diesem Geflecht von Forderungen und Argumenten entscheiden, was für eine Energiewende sie wollen – und übernehmen praktisch die Rolle eines Politikers. Am Ende dieses spannenden Spiels erfährt man dann den eigenen „Energiewende-Typ“.

Augenöffner für jeden – inklusive jodelndem Plüsch-Flamingo

Neben diesem einzigartigen Lernspiel bietet die Ausstellung zahlreiche beeindruckende Exponate: von der „Solarblume“, die den Jahres-Energieverbrauch eines europäischen Durchschnittshaushalts produziert, über den Tesla Roadster, der es als erstes Serien-Elektroauto 2012 einmal um die Welt geschafft hat, bis hin zur „Galerie der unsinnigen Dinge“, wo man sich etwa mit der Energiebilanz eines batteriebetriebenen jodelnden Plüsch-Flamingos beschäftigen kann.

Die vielen Facetten der Jahrhundertaufgabe Energiewende präsentieren sich in neun Ausstellungsbereichen, unter anderem zu Themen wie SmartHome, Emissionshandel oder modernen Speichermedien. Dabei ist neben dem innovativen Raumkonzept mit der individuellen Besucherführung vor allem die Interaktivität beeindruckend. So kann sich das Publikum etwa immer wieder den ganz persönlichen CO2-Ausstoß und die entsprechenden Kosten vor Augen führen. Die Schau demonstriert somit auf so überraschende wie unterhaltsame Weise: Die Energiewende ist möglich – wenn man weiß, wie und wozu sich etwas ändern lässt.

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