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Bürgerlabor für Energieinnovationen

Energiewende fängt unten an

Das Mammutprojekt Energiewende kann eine Gesellschaft nur gemeinsam stemmen. Deshalb fördert die innogy Stiftung das Bürgerlabor „e:lab“.

Eines ist in den vergangenen Jahren klar geworden mit Blick auf die Energiewende: Mit gelernten Konzepten wird der Umstieg auf Erneuerbare und eine völlig Dekarbonisierung, also Klimaneutralität unserer Gesellschaft, nicht gelingen. Es braucht alternative Lösungsansätze genauso wie Experimentierfreude. Neue Ansätze wiederum entstehen meist nur im gemeinsamen Austausch – umso wichtiger ist die Partizipation möglichst vieler Bürger und Institutionen.

Damit diese Vorstellung nicht nur ein Gedankenspiel bleibt, gibt es in Dortmund seit Oktober das Projekt „e:lab – Bürgerlabor für Energieinnovationen“. Es fördert und begeistert jene, die den digitalen und energetischen Herausforderungen dieser Zeit aktiv mit eigenen Ideen und Projekten begegnen wollen. Konkret bedeutet das: In Energiewerkstätten, Energie-Cafés oder so genannten Energetischen Salons mit Kunst- und Kulturevents können technikaffine Bürger ihre Pläne entwickeln und erproben. Neben modernen Konzepten für Energieerzeugung, -speicherung, -verteilung und -nutzung geht es auch um Energieinnovationen für Haushalte, Mobilität und Konsum. Dass solche Trends nicht nur besprochen und analysiert, sondern in der Praxis erprobt und ausgestaltet werden, ist das Besondere im e:Lab.

Umgesetzt wird das Projekt von Fraunhofer UMSICHT, der wert-voll gGmbH und dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW). Die innogy Stiftung wird das e:lab in den kommenden drei Jahren fördern.

 

Austoben können sich die Teilnehmer in den Räumen der Dezentrale in Dortmund, dem Gemeinschaftslabor für Zukunftsfragen. Techniker und Experten von Fraunhofer UMSICHT haben die Räume aufgebaut und statten sie fortlaufend mit allem aus, was das Spektrum zwischen 3D-Scanner, Lasercutter und CNC-Fräse hergibt.

Mit seinem fortschrittlichen und partizipativen Ansatz passt das e:lab hervorragend zu den Schwerpunkten der innogy Stiftung. Es folgt unserem Leitgedanken, Energie und Gesellschaft zusammen zu denken und unterschiedliche Akteure miteinander ins Gespräch zu bringen. „Zudem ist die Tragweite der Energiewende für unsere Gesellschaft noch nicht ausgemacht“, sagt Daniela Berglehn. Sie begleitet das Projekt bei der innogy Stiftung. „Umso wichtiger ist es daher, die Menschen mitzunehmen und sie für die Veränderungen und Chancen der Energiewende zu sensibilisieren.“

In diesem Kontext gibt es bei der innogy Stiftung bereits einige Förderprojekte: Nutzerinnovationen für den Energiemarkt beispielsweise, das sich ebenfalls Bedingungen und Potenzialen von Bürgerinnovationen und dezentraler Energieproduktion widmen. Oder die Energieavantgarde Anhalt, die in einem klar abgegrenzten lokalen Raum in Sachsen-Anhalt die Energiewende vor Ort probt. Allesamt Mikrolabore der partizipativen Energiewende – wir sind gespannt auf die Ergebnisse!

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