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Eine Akademie für Energie und Akzeptanz

Für das Gelingen der Energiewende braucht es einen sachlichen und ergebnisoffenen Diskurs. Den zu erreichen, setzt wiederum Bildung voraus. Genau an dieser Stelle setzt unsere Studentenakademie an.

Mit der „Akademie für Energie & Akzeptanz“ bietet das Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik (WZGE) mit Unterstützung unserer Stiftung seit 2012 Energiebildung für Studierende und Promovierende. Während der einwöchigen Veranstaltung in der Lutherstadt Wittenberg wird der Fortschritt der Energiewende aus einem ethischen Blickwinkel beleuchtet. Ziel ist es, die Teilnehmenden zur Mitgestaltung sachlicher Diskurse zu befähigen, die gleichermaßen die Chancen und Risiken sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Energiewende in den Blick nehmen. Damit soll das Vertrauen in die Umsetzung des „Gemeinschaftswerks Energiewende“ gestärkt werden. Die Veranstaltungsreihe, die in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Energiemanagement und Nachhaltigkeit der Universität Leipzig durchgeführt wird, fand 2018 bereits zum fünften Mal statt.

Energiebildung mit nachhaltigen Lerneffekten

Die Akademie ermöglicht jungen Nachwuchskräften einen ganzheitlichen Blick auf die komplexe Energiethematik durch die integrierte Vermittlung wirtschaftsethischer und energiefachlicher Kompetenz, den Austausch mit Praxisexperten, die Interdisziplinarität der Teilnehmenden und ein in jedem Jahr wechselndes, aktuelles Konfliktthema. In der Rückschau verdeutlichen die bislang bearbeiteten Themen die gesellschaftliche Diskussion der jeweiligen Jahre – 2012: Netzausbau, 2014: Strompreise, 2015: (De-)Zentralität, 2016: Digitalisierung. 2017: Verkehrswende. Den Höhepunkt der Akademiewoche bildet ein simulierter, öffentlicher Stakeholder-Dialog, bei dem die Teilnehmenden in den Rollen der verschiedenen Interessengruppen einen Perspektivwechsel vollziehen und daraus nachhaltige Lerneffekte ableiten: Anhand eines Fallszenarios gilt es, die jeweiligen Positionen überzeugend zu vertreten und schließlich in der Gruppe zu einer von allen getragenen Lösung zu gelangen.

Video: Das bietet die Akademie „Seien Sie dabei“

Sieger beim Stakeholder-Dialog 2018: Das Team der Akku-Hersteller

Zum hochaktuellen Thema „(Wie) Lassen sich Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit miteinander vereinbaren?“ zeigten die 20 Teilnehmenden der vier studentischen Teams  in ihrem Rollenspiel als Akku-Hersteller, Erneuerbare-Energieerzeuger, konventionelle Energieerzeuger und Umweltschützer, dass eine gemeinsame Lösung schwierig, aber nicht unmöglich ist. Am Ende sagte der konventionelle Energieerzeuger zu, seine Kohlekraftwerke früher stillzulegen und große Teile der Tagebauflächen der Solar- und Windkraft zu widmen. Sieger des Stakeholder-Dialogs war jedoch das Team des Akku-Herstellers, das sich bereit erklärte, die fiktive Stadt Grünhausen mit seinen Produkten und lokal erzeugter Solar- und Windenergie zur Modellstadt für innovative Stromspeicherlösungen zu machen. Frank Peter, Stv. Direktor der Agora Energiewende und Mitglied des Gremiums: „Sie haben sehr gut herausgearbeitet, was auf kommunaler Ebene überhaupt möglich ist. Wir brauchen Kreativität da, wo die Energiewende umgesetzt wird.“

Video: Die Jury gibt Antworten

Bewerbung für die Akademie Energie und Akzeptanz

Die nächste Akademie findet Anfang 2019 statt. Sobald es nähere Infos zum geplanten Thema sowie zur Anmeldung gibt, erfahren Sie es hier oder auf der Website der WZGE. Für weiterführende Fragen können Sie sich gerne über die folgende Kontaktadresse an die Verantwortlichen wenden.

Hier finden sie als Teilnehmer der Akademie weiterführende Unterlagen.