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Energiebildungsstudie

Energie? Keine Ahnung

Jugendliche hierzulande wissen zu wenig über Energie. So das Kernergebnis der ersten umfassenden Energiebildungsstudie an deutschen Schulen.

Energie bewegt, verändert, treibt an. Sie ist Motor der natürlichen und der vom Menschen gemachten Welt und wirkt in nahezu alle Bereiche unseres Alltages hinein. Doch was wissen junge Deutsche über ihre vielfältigen Aspekte? Was vermittelt der Physikunterricht? Was steht in den Lehrplänen für Bio, Wirtschaft oder Geografie? Und wie zufrieden sind die Lehrkräfte mit der Situation?

Selbst Elftklässlern fehlt noch Grundlagenwissen

Eine Studie des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik gibt Antworten. Antworten, die zu denken geben. Das zentrale Ergebnis lautet: Wer die Schule nach der zehnten Klasse verlässt, dem fehlen Grundlagen für den Beruf und das lebenslange Lernen. Unverstanden bleibt beispielsweise, dass Energie nie verlorengeht, sondern sich lediglich wandelt.

Außerdem mangelt es an der Einsicht in Zusammenhänge, die fachlich über Physik hinausgehen. So wissen nicht einmal Elftklässler, dass ihre Muskeln chemische Energie benötigen. Und acht von zehn Jugendlichen ist unbekannt, dass ihre Eltern mehr Geld für die Heizung als für Strom ausgeben.

Keine fächerübergreifende Perspektive

Die Lehrer in Deutschland sind sich dieser Situation bewusst: Zwei Drittel äußern sich negativ über die Energiebildung und bemängeln beispielsweise, dass sie in der Sekundarstufe kaum auf Vorwissen aus der Grundschule bauen können. Die Ursache dafür sind laut Leibniz-Institut die Lehrpläne. Deren Vorgaben zum Thema Energie sind nicht nur sehr unterschiedlich. Die meisten Kultusministerien sehen auch kaum fachübergreifenden Unterricht vor – obwohl sie sich darauf verständigt haben.

Die meisten der befragten Lehrer sind bereit, sich selbst für mehr Energiebildung zu engagieren, zum Beispiel in Energieprojekten. Die RWE Stiftung ist aktuell dabei, mit der Universität Duisburg-Essen und verschiedenen Schulen aus NRW Module für guten, fächerübergreifenden „Energieunterricht“ zu entwickeln und zu erproben.

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