„Power Shifts 2.0“
Junge Menschen gestalten die Energiewende

Spätestens seit der „Fridays for Future“-Bewegung und Greta Thunbergs Rede vor den Vereinten Nationen steht fest: Die europäische Jugend will ihre Zukunft aktiv mitbestimmen und -gestalten. Das European Youth Parliament (EYP) nimmt sie beim Wort und unterstützt sie dabei schon über 30 Jahre lang auf vielen Ebenen: politisch unabhängig, transnational und gemeinnützig.

Parlamentarisch arbeiten – politisch wirken
Dabei ist das EYP tatsächlich wie ein Parlament organisiert – von der Arbeit in verschiedenen Ausschüssen bis hin zu den Delegiertenentscheidungen im Plenum. In zahlreichen zentralen und dezentralen Treffen in ganz Europa lernen junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren, politische Entscheidungsprozesse zu verstehen, tauschen Ideen aus und erarbeiten Lösungen für ein gemeinsames Europa. Da dazu auch die Gestaltung der Energiewende zählt, engagiert sich die innogy Stiftung im EYP. Wir unterstützen seit 2015 das Projekt „Power Shifts 2.0“, das sich hauptsächlich auf europäische Energiefragen konzentriert.

Dominanz von Energiethemen in Nordeuropa
Standen bei den Treffen im ersten Halbjahr 2019 in Aserbaidschan, Albanien und Portugal eher Themen wie die Modernisierung des Bildungssystems im Zentrum der Diskussion, dominierten im zweiten Halbjahr in den nordeuropäischen Ländern die Energiethemen. Helena Nepp, Projektmanagerin des EYP, erklärt das so: „Die wohlhabenden Länder im Norden haben schneller auf Energieprobleme reagiert. Energiethemen sind dort häufiger im öffentlichen Diskurs vertreten.“

Internationale Sitzung in Hamburg – ein voller Erfolg
Im Rahmen der internationalen Sitzung des EYP in Hamburg haben sich die Ausschussdelegierten mit energiepolitischen Themen auseinandergesetzt und in intensiver internationaler Teamarbeit politische Lösungsvorschläge und Visionen für ein zukünftiges Europa erarbeitet. Anschließend wurden ihre Vorschläge in der großen multinationalen Versammlung mit über 300 Delegierten aus ca. 40 Ländern debattiert. Nationale Tagungen in Estland, Norwegen und Island, allesamt Vorreiter der Energiewende, folgten.

Power Shifts
Power Shifts

Die Jugend aus ganz Europa erreichen
Da die Europäische Kommission Oslo zur „European Green Capital 2019“ ernannt hatte, lautete das Thema der Sitzung in der norwegischen Hauptstadt „Urbane Nachhaltigkeit und das Finden von Zukunftslösungen“. Geothermale Energie und der Energiemix dominierten das bislang zweite Treffen im isländischen Reykjavik. Doch auch internationale Themen wie Fischerei und Plastikmüll standen auf der Agenda. Mit den Tagungen in Reykjavik und Tallinn unterstrich das EYP seine Absicht, auch Jugendliche in Regionen, die nicht ständig im öffentlichen Diskurs stehen, zu erreichen und über neuste Energietechnologien zu informieren.

Das Jahresthema von „Power Shifts 2.0“: Technologien und Innovationen
Neben der Diskussion von Energiethemen und deren fester Verankerung im EYP standen besonders die Entwicklung innovativer Dialogformate und Kapazitätsbildung im Rahmen von europaweiten „Innovation Labs“ im Fokus von „Power Shifts 2.0“. So wurden die Media-Teams durch professionelle Kommunikationsmanager*innen über Webinare betreut, die zum Teil auch dem gesamten Netzwerk offenstanden. Ein großer Teil der Kommunikation erfolgte über soziale Medien, häufig per Video. Via Facebook & Co. ließen sich nicht nur Fakten kommunizieren, sondern auch Stimmungen einfangen und mit Begeisterung anstecken.

„Power Lab 2019“ – Entwicklung effizienter Kommunikationsstrategien
Im Rahmen des „Power Lab 2019“ wurden Strategien entwickelt, um die Ergebnisse der EYP-Diskussionen wirksamer zu kommunizieren und insbesondere Stakeholder gezielter anzusprechen. 2019 war ein gutes Jahr für „Power Shifts 2.0“ und das EYP. Dennoch bleiben Wünsche offen. Einen davon formuliert Helena Nepp so: „Wir haben mit dem European Youth Parliament Schwierigkeiten, von Politikern ernst genommen zu werden, und wünschen uns, dass unsere EYP-Komitees die Gelegenheit bekommen, ihre Lösungen mit den Verantwortlichen vor Ort zu diskutieren.“ In Portugal hat das funktioniert: Beim Treffen in Coimbra nahm der Staatsminister für Energie und Umwelt, João Galamba, an der Diskussion teil.

„Power Shifts 2.0” auf der Website des European Youth Parliament „Power Shifts 2.0” auf Facebook „Power Shifts 2.0“ auf der Website der innogy Stiftung (1) „Power Shifts 2.0“ auf der Website der innogy Stiftung (2)
Nach oben scrollen