„EnergieRaum Quartier“
Roundtable-Forum zur Quartiersentwicklung anlässlich der Ruhr-Konferenz

Nichts weniger als die Zukunft des Ruhrgebiets steht im Mittelpunkt der Ruhr-Konferenz, die im September 2018 startete, im August 2019 in die Projektentscheidungsphase ging und 2020 die Umsetzung gestalten wird. Im Rahmen dieses innovativen Prozesses der politischen Meinungsbildung tauschen sich unterschiedliche Akteur*innen der Zivilgesellschaft in 20 Foren über Themen wie Verkehr, Bildung, Sicherheit, Gesundheit, Umwelt, Stadt- und Landschaftsplanung, Energiewende und Tourismus aus. Teilnehmer*innen aus Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Sport, Stiftungen, Verbänden und Gewerkschaften der Region vertiefen ihre Zusammenarbeit, um das große Potenzial des Ruhrgebiets zu entfalten und seinen notwendigen Wandel zu gestalten.

Quartiersentwicklung mit Kunst, Mobilität und Energie

Mit einem Roundtable-Forum „EnergieRaum Quartier“, das Impulse für eine dynamische Quartiersentwicklung in den Themenfeldern Kunst, Mobilität und Energie geben sollte, leistete die Innogy Stiftung ihren Beitrag zu diesem Prozess.

Auf die Einladung der Stiftung hin trafen sich im Februar 2019 über 20 Vertreter*innen aus Kultur und Kulturförderung, Stadtentwicklung, Stiftungen, Kirche und Politik im PACT Zollverein, um sich über ihre Projekte und Ideen auszutauschen und gemeinsame Schnittstellen zu finden.

Mehr Kooperation wagen

Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, Minister für Bundes und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen, verwies in seinem Impulsreferat darauf, dass bereits die erste Phase der Ruhr-Konferenz ein breites Echo erfahren habe und das Konferenzformat sehr gut angenommen worden sei. Innerhalb eines halben Jahres hätten sich 940 Expert*innen und über 3.300 Bürger*innen mit 280 Projektvorschlägen eingebracht. Der Minister stellte eine universell übergreifende Aufbruchsstimmung und Bereitschaft zur Zusammenarbeit fest. Gerade der interkommunale Austausch von Erfahrungen und Erfolgsgeschichten ohne Ideologien und Egoismen würde das Ruhrgebiet in seiner Einzigartigkeit und Einheit privilegieren. „Mehr Kooperation wagen“ sei der Schlüssel zum Erfolg.

Power Shifts
Power Shifts
Vernetzen. Bewegen. Gestalten.

Dr. Stephan Muschick umriss in seiner kurzen Einführung Absicht und Ziel der Veranstaltung. Es gehe darum, gemeinsam Voraussetzungen für eine gedeihliche Quartiersentwicklung voranzutreiben. Dazu möchte die innogy Stiftung konkrete Impulse in den Bereichen Kunst, Mobilität und Energie einbringen. Neue Querverbindungen und unentdeckte Synergieeffekte stünden im Mittelpunkt. Dabei sei ein interdisziplinärer Anstoß entscheidend, der den Akteuren eine diversifizierte und vernetzte Perspektive ermöglichen soll. „Neben der lokalen Verankerung im Ruhrgebiet geht es der Stiftung darum, sich nicht nur in benachteiligten Quartieren zu engagieren, sondern vor allem auch Potenziale zu heben und die Aktivitäten stärker übergreifend zu verknüpfen und im Sinne einer gemeinsamen Zielsetzung in den Prozess der Ruhr-Konferenz einzubringen.“

Im Anschluss daran stellten die einzelnen Teilnehmer*innen ihre Initiativen, Arbeitsfelder, Standpunkte und Projekte vor, tauschten Erfahrungen aus und entwickelten gemeinsame neue motivierende Ideenansätze für die Quartiersentwicklung.

Fazit: Wertschätzung und Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg

Dem Forum ist es gelungen, innovative Anstöße zu identifizieren und den Akteur*innen aus dem lokalen Kontext heraus übergreifende Perspektive zu ermöglichen. Allerdings hat der Austausch auch gezeigt, dass das Ruhrgebiet bei städteübergreifender Zusammenarbeit, Talentförderung und Bürgeraktivierung noch dazugewinnen kann. In drei Punkten waren sich daher alle Beteiligten einig: Quartiersentwicklung funktioniert nicht mit Alleingängen. Vielmehr ist eine übergreifende Kooperation unterschiedlicher Akteur*innen geboten. Das setzt die Wertschätzung von Teilnehmer*innen, Stakeholdern und deren Ideen voraus, die von Beginn an in die Arbeit integriert werden müssten. Klar definierte Interessen und Ziele schaffen die Basis für Zusammenschlüsse. Um derartige Koalitionen zu ermöglichen, müsse jede Gelegenheit genutzt werden.

In diesem Sinne zeigten sich alle Beteiligten bereit, Erfahrungen wie auch Denkanstöße weiterzuentwickeln und sich mit konkreten zukunftsfähigen Projekten in den Prozess der Ruhr-Konferenz einzubringen.

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