Akademie 2019: Die Energiewende braucht einen Smart-Meter-Konsens – aber wie?

Konstruktive und gut geführte Diskurse sind ein Schlüssel für mehr Vertrauen in die Energiewende. Sie bringen diese als „Gemeinschaftswerk“ voran – speziell dann, wenn aufgrund technischer und wirtschaftlicher Grenzen nicht in allen Fragen ein Konsens möglich ist. Hier setzt die Akademie für Energie & Akzeptanz des Wittenberg-Zentrums für Globale Ethik (WZGE) an. Die Akademie hat seit 2012 die Energiebildung - und zwar ethisch fundiert - für Studierende und Promovierende in den Blick genommen. Mit entsprechender fachlicher Unterfütterung wird erprobt, wie Dialoge vertrauensbildend gestaltet werden können. Im Theorie-Praxis-Transfer kommen diese Kenntnisse dann unmittelbar zur Anwendung. Ziel der Akademie ist es, junge Nachwuchskräfte zu „Brückenbauern“ im Energiewende-Diskurs –und damit zu positiven Multiplikator*innen für das Energiesystem der Zukunft – zu machen.

„Was muss getan werden, um 80 Prozent der Stromkund*innen im Landkreis mit einem Smart Meter auszustatten?“
Mit dieser konkreten Fragestellung beschäftigte sich die letztjährige Akademie. Wieder zeigten die 19 Teilnehmer*innen der drei studentischen Teams in ihrem Rollenspiel als Energieerzeuger, Verbraucher- und Naturschützer hohes Engagement und Konsensbereitschaft. Nach 80 Minuten intensiver Debatte über den Smart-Meter-Konsens versprachen die Stromerzeuger schließlich spürbare Preisnachlässe für die Geräte und die Montage der Smart Meter. Der Natur- und Umweltschutz sinnierte über einen Beirat, Auszeichnungen von Stromsparideen und Klima-Workshops in Schulen. Die „Verbraucherfreunde“ wollten bei der „aggregierten“ Datenerfassung pro Quartier auf ein hartes Opt-in der Kund*innen verzichten.

Vom Ergebnis des lebhaften Diskurses waren die Teilnehmer*innen, Fachleute und Juroren gleichermaßen begeistert. Das Format der Akademie habe sich auch im siebten Jahr bewährt. Speziell das interdisziplinäre Arbeiten und die „Gedankenexperimente“ fanden bei den Studierenden erneut großen Anklang, da überfrachtete Lehrpläne und durchgetaktete Semester dafür kaum Raum böten. Auch das „inspirierende Ausprobieren” trifft bei den Teilnehmer*innen auf hohe Zustimmung, was sich auch in der Weiterempfehlungsrate von 100 Prozent deutlich widerspiegelt.

O-Töne zur Akademie 2019
„Die Akademie ist ein einzigartiges Bildungsangebot: Sie schafft die Möglichkeit für intensive Diskussionen und die Reflexion des „größeren“ Bildes der Energiewende fernab überfrachteter Lehrpläne.“

„Sehr gelungene Akademie mit einem super durchdachten Programm und einer super Organisation sowie vielen Aha-Momenten. Jeder Tag war besonders, lehrreich und abwechslungsreich.“

Das Thema der Akademie 2020 lautet: „Energiewende und Digitalisierung: Klimaschutz rauf, Datenschutz runter?“

Wir werden berichten …

Die Akademie für Energie & Akzeptanz auf der Website der innogy Stiftung Die Akademie für Energie & Akzeptanz auf der Website des Wittenberg-Zentrums für Globale Ethik
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