„Places _ Virtual Reality Festival“
Energielösungen zum Greifen nahe

Virtual Reality und Augmented Reality bestimmen schon heute nicht nur den Unterhaltungssektor, sondern auch große Teile der Forschung, Planung und Entwicklung in zahlreichen weiteren Bereichen. Mit fortschreitender Digitalisierung werden sie endgültig zu wesentlichen zukunftsprägenden Technologien avancieren.

Da liegt es mehr als nahe, auszuprobieren, welches Potenzial virtuelle Räume für die Umsetzung der Energiewende bieten. Genau das war das Ziel des „VR_Hackathon“ beim ersten „Places _ Virtual Reality Festival“ vom 19. bis 22. April 2018 im Kreativ.Quartier Ückendorf in Gelsenkirchen. Zu den Förderern der Veranstaltung zählte auch die innogy Stiftung.

Insgesamt sechs Projekte mit 31 VR-Hackathons wurden in 24 (schlaflosen) Stunden geradezu vorbildlich auf die Beine gestellt – oder besser: realisiert. Das „Drahtesel Trio“ entwickelte eine täuschend, also erlebnisechte Simulation einer Fahrradtour auf der Alfredstraße und der „Rü“ im Essener Süden – mithilfe eines Ergometers, einer Vive-Datenbrille, zwei Controllern, diversen Programmcodes und einem Konzept-Plädoyer für einen qualifizierten Radweg. 2.500 Euro Preisgeld gab es für den Prototypen, mit dem so mancher Stadtplaner seine Entscheidung anhand hautnaher Erlebnisse treffen könnte.

Großes Umsetzungspotenzial bewies das Projekt des Teams „Electrify“: Eine künstliche Intelligenz vermittelte zwischen Stromverbraucherwünschen und den Netzerfordernissen der Stromerzeuger. In diesem Zusammenhang ermöglichte eine Brille mit Einspiegel-Funktion für erweiterte Realität die Echtzeit-Ablesung von aktuellen Verbrauchsdaten der Geräte im Haus sowie deren Ein- und Ausschaltung per Fingertipp im Blickfeld. Jury-Mitglied und Geschäftsführer der innogy Stiftung Stephan Muschick hob die aktuelle Relevanz des Projektes hervor: „Energieversorger beschäftigen sich ja intensiv mit solchen energiewirtschaftlichen Fragen, mit der Analyse von Lastprofilen und wie sich über die Vernetzung von Daten Verhaltensänderungen anregen lassen.“

Auch die vier weiteren Projekte konnten sich durchaus „erleben“ lassen und hatten Zukunftspotenzial. Besonderen Publikumsapplaus erntete das Präsentationsvideo der „Absolute Beginners“: Zur Demonstration ihrer Haltestelle plus-App, die per Sprachausgabe den Weg zum richtigen Bus wies, hatten sie nicht nur einen kleinen Busbahnhof nachgebaut, sondern auch die obligate Haltestellen-Hektik überzeugend eingefangen. (Fast) wie im richtigen Leben.

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