Lichtkunst beim Jazzfest Berlin
Lia Sáiles „TRANS LUCENT“ öffnet Grenzen

Vom 1. bis 4. November 2018 fand das renommierte Jazzfest Berlin im Haus der Berliner Festspiele mit 200 Musiker*innen aus 15 Ländern statt. Die neue Festival-Leiterin Nadin Deventer verschrieb der traditionsreichen Institution nicht nur eine deutlich politischere Ausrichtung, sondern erweiterte das Programm auch um einen inspirierenden Mix aus innovativen Formaten, Performances und Installationen. Weit über den Konzertsaal und den musikalischen Tellerrand hinaus sollte das Publikum aktiv teilnehmen können und so ein Klima der Toleranz, Integration und Diversität erleben.

Zu den neuen Formaten, die das Jazzfest Berlin bereicherten, gehörten auch die Lichtkunstarbeiten zweier junger Künstlerinnen, die aus der Kooperation mit der Kunsthochschule für Medien Köln hervorgingen und von der innogy Stiftung unterstützt wurden.

Lia Sáiles eigens für das Festspielhaus entwickelte Lichtinstallation „TRANS LUCENT“ bestand aus Lichtbögen, die alle Besucher*innen auf dem Weg zu den Veranstaltungsräumen unweigerlich passieren mussten.

„Halb durchlässig“ beleuchtete die Installation Übergänge und Zwischenräume in ihrer Konstruktion und Funktion. Dabei wirkten die kräftigen „Lichtinterventionen“ wie angedockte Störobjekte, denen sich die Besucher*innen nicht entziehen konnten, wodurch sie selbst zum Teil des Kunstwerks wurden. Genau das war auch die Absicht der Künstlerin: „Das Werk greift die politische Ausrichtung des musikalischen Festival-Programms thematisch auf und führt sie auf einer weiteren Ebene fort. Es provoziert und spielt auf Fragen der Grenzziehung, der Differenz, der Transparenz und der Mobilität an“, so Lia Sáile.

Charlotte Triebus reflektierte mit „Lunatic Cloud Ten“ vor dem Haupteingang des Festspielhauses in einer etwa 20-minütigen Performance das Verhältnis von Mensch und Maschine. Ein wichtiges Thema in Zeiten fortschreitender Technisierung und digitaler Netzwerke.

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