Großer Bahnhof für die Kunst
Multikulturelle Quartiersentwicklung: „Von fremden Ländern in eigenen Städten“

Seit Jahren erlebt das Düsseldorfer Bahnhofsviertel einen intensiven stadtplanerischen Transformationsprozess, der sich nicht zuletzt in der Bevölkerungsstruktur, dem Kulturangebot und dem Pendlerverhalten manifestiert. Anlass für das seit 2017 laufende interdisziplinäre Forschungsprojekt „Von fremden Ländern in eigenen Städten“, zu untersuchen, wie öffentlicher Raum und Kunst eine kreative Symbiose eingehen.

Den ganzen Sommer 2018 über wurden die Resultate rund um den Düsseldorfer Hauptbahnhof präsentiert: in Form von Theater- und Tanzproduktionen, Filmen, Liederabenden, kulturellen Stadtführungen, Ausstellungen, Konzerten und Lesungen.

Doch auch ein „Workshop zum japanischen Seil-Bondage“ und eine Performance zur Kulturgeschichte des Pole Dance, eine Reminiszenz an die (Rotlicht-)Geschichte des Quartiers, fanden Platz im Programm. Einen der Höhepunkte bildete das große Quartiersfest auf dem Bertha-von-Suttner-Platz.

Die innogy Stiftung war als Förderer mit dabei – fest überzeugt davon, dass Kunst zur Quartiersentwicklung beiträgt, die wiederum gesellschaftliches Engagement wie z.B. für die Energiewende an der Basis fördert. Im Speziellen hat die Stiftung die Installation von Katharina Sieverding am Düsseldorfer Schauspielhaus unterstützt. Unter dem Titel „Global Desire – Bahnhofsviertel Düsseldorf“ reflektierte die Künstlerin in einem 200 Meter langen kinematografischen Bilderfries ebenso assoziativ wie konkret den Zustand des Realen vor dem Hintergrund aktueller politischer und sozioökonomischer Entwicklungen.

Unter der Moderation von Stephan Muschick, Geschäftsführer der innogy Stiftung, und Künstler Markus Ambach (MAP) fand darüber hinaus am 8. Juli 2018 eine Gesprächsrunde statt. Das Thema: „In Zukunft Stadt – zu neuen Perspektiven des Verhältnisses von Kunst und Stadt“. Prominente Kulturschaffende diskutierten unter anderem darüber, welche Bedeutung Kunst heute im öffentlichen Raum hat und wie sich neue Strategien (Kollaborationen, kontextbezogene Projektarbeit oder neue Auftraggeber) auf ihre Zukunft auswirken. Zu den Teilnehmer*innen zählten der Generalintendant des Düsseldorfer Schauspielhauses Wilfried Schulz, Britta Peters, ehemalige Kuratorin der Skulptur Projekte Münster und nun Leiterin von Urbane Künste Ruhr, Künstlerin Katharina Sieverding sowie Publizist Mark Terkessidis und Gerrit Gohlke (Die Gesellschaft der Neuen Auftraggeber – GNA gGmbH).

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