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27. Mai 2020

„Pain Points“ oder „Glück? Heute?“

Noch vor wenigen Wochen, als wir begannen, eine Reihe aus Podcasts, Blogbeiträgen und einer Veranstaltung zu konzipieren, schien die Welt eine andere zu sein. Ohne Corona-Virus, ohne die krassen Folgen einer weltumspannenden Pandemie mit unerträglich vielen Toten, Einschränkungen des öffentlichen und sozialen Lebens und noch nicht absehbaren wirtschaftlichen Folgen.

Als wir unsere Reihe konzipierten, lautete die Frage, ob – und falls ja, wie – man in Zeiten des Klimawandels glücklich sein kann. Als wir mit unseren Partnern und Mitdiskutanten zu sprechen begannen, war uns klar: Es gibt nichts zu beschönigen. Angesichts einer sich bereits anbahnenden Klimakrise, die unser aller Leben in den kommenden Jahren und Jahrzehnten fundamental beeinflussen würde. Angesichts zahlreicher offener gesellschaftlicher Fragen, die uns in hitzigen Debatten über technokratische oder rein finanziell getriebene Lösungsansätze für die Klimakrise unter den Nägeln brannten. Aber auch angesichts einer weiter steigenden Unzufriedenheit mit der Umsetzung der Energiewende in Deutschland und einem weiteren Auseinanderdriften zwischen politischem Handeln und den Wahrnehmungen und Wünschen der Menschen. Mitte April veröffentlichte dynamis – die Kooperation zwischen dem Potsdamer Forschungsinstitut IASS,  der 100 prozent erneuerbar stiftung und unserer Stiftung – das aktuelle „Soziale Nachhaltigkeitsbarometer der Energiewende“, das diese Befunde enthält und einordnet.

Und nun: tempi passati? Ist es, in Anlehnung an Bertolt Brecht, in Zeiten von Corona ein „Verbrechen“, über Glück und Schmerz in Zeiten des Klimawandels zu reden? Wir meinen: Nein! Im Gegenteil. Wer über den Kampf gegen das Virus spricht, darf über die Bewältigung der Klimakrise nicht schweigen. Vielleicht nicht ganz so platt, wie es mancher Kommentator in den vergangenen Tagen versucht hat, nach dem Motto: Wir sehen, der Staat kann handeln, wenn er denn will, und was in der Corona-Krise recht ist, soll jetzt bitteschön auch in Sachen Klimaschutz billig sein.

Wer über die aktuellen Krisen redet, darf über die Frage nach einem ökologisch und sozial nachhaltigen Wachstum und einer gerechten Verteilung von Chancen und Wohlstand nicht schweigen. Und auch nicht über die Frage, wie Menschen ihre Vorstellungen von Engagement und Gemeinschaft in ein ermüdendes demokratisches System einbringen können.

Wie ist Glück in der Krise möglich? Und was können wir tun? Unsere Redner Christian Schwägerl und René Mono meinen, es sei jetzt mehr denn je notwendig „Punk im Holozän“, der klimatischen Epoche unseres Zeitalters, zu sein. Denn nur indem wir „unser Unwohlsein mit gesellschaftlichen Realitäten zum Ausdruck bringen“, kommt es zum gesamtgesellschaftlichen Umdenken. Neugierig geworden, was die anderen Speaker darüber denken und über welche Thesen sie in ihren Debatten diskutiert haben? Den ganzen Text „PUNK im Holozän. Vom Glück in der Krise.“ gibt es hier zum Download.

Das sind die Pain Points. Und wir haben darüber mit Christian Schwägerl, Marina Weisband, Ursula Weidenfeld, René Mono und Hannah Lübbert – allesamt ausgewiesene Experten auf ihren Gebieten – gesprochen und gestritten. Das Resultat ist auf unserem Spotify- und Soundcloud-Kanal zu lesen und zu hören:

 


„Pain Points“ – die Podcast-Serie

  • Hannah Lübbert: Glück in Zeiten von Klimawandel

 

Header-Foto: Markus Spiske

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Kategorien: Gastbeitrag
Schlagwörter: Pain Points und Podcast


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