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20. Mai 2020

„Ein Türöffner für Energieprojekte der Zukunft“

Ein Fitnessstudio, das sich selbst mit Strom versorgt – klingt nach einer Idee von einem Ingenieurbüro. Tatsächlich hat aber eine Schulklasse diese Vision in den Wettbewerb „Smart Kid? Smart Grid!“ eingebracht. 17 Gruppen haben sich in diesem Jahr an dem Wettstreit der Schulen beteiligt, den die Deutsche Gesellschaft e.V. gegründet hat und den die innogy Stiftung unterstützt. Die Organisatoren ziehen Bilanz. 

Häuser mit Photovoltaikanlagen auf den Dächern, ein Solar-Carport für E-Autos und ein See mit Pumpspeicherkraftwerk: So sieht die Projektvision „Stromcluster“ für ein autonomes Wohngebiet aus. Mit dieser Idee haben die Schülerinnen und Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums im nordrhein-westfälischen Lünen den Schulwettbewerb „Smart Grid? Smart Kid!“ gewonnen und sich dabei gegen 16 Schulen durchgesetzt. 

Seit letztem Jahr gibt es das Projekt „Smart Kid? Smart Grid!“ von der Deutschen Gesellschaft e.V.. Das Ziel: Schülerinnen und Schüler zwischen 16 und 19 Jahren tüfteln an kreativen Energielösungen für die Zukunft und werden zu Energiebotschaftern. „Die Initiative ist ein Türöffner für Energieprojekte der Zukunft”, sagt Projektleiter Jan Roessel.

Von Photovoltaikanlagen bis hin zu App-betriebenen Stromquellen

Auch bei der diesjährigen Ausgabe von „Smart Kid? Smart Grid!“ gab es zahlreiche kreative Lösungsvorschläge für das Energienetz: Von Photovoltaikanlagen bis hin zu App-betriebenen Stromquellen. An dieser ersten von drei Runden des Wettbewerbs nahmen wegen der Corona-Krise nur 17 statt der geplanten 20 Schulklassen teil. Drei Termine mussten entfallen, da sich die Schülerinnen und Schüler während des Corona-Kontaktverbots nicht treffen konnten, wie Roessel sagt.

„Was zunächst Neuland war, entwickelte sich zu einem vertieften Arbeiten an der Materie“

Die 17 teilnehmenden Schulklassen stellten bei diesem komplexen, sehr anspruchsvollen Thema ihren Ideenreichtum unter Beweis, was laut Roessel nicht so einfach war. Trotzdem reichten die einzelnen Teams knapp 50 Lösungsvorschläge ein. Dieses Jahr teilten sich zwei Klassen den dritten Platz. Losgelöst von starren Strukturen und klar definierten Schulfächern, tüftelten die Schüler und Schülerinnen fächerübergreifend an ihren Ideen. „Das fördert das transdisziplinäre Denken und ist auch später für die Arbeit in der freien Wirtschaft wichtig. Denn die verschiedensten Perspektiven sind gefragt”, sagt Roessel. Zudem entwickeln die Schülerinnen und Schüler durch die Projektarbeit ein Gespür für unternehmerisches Denken, sagt er. Bei den Schülern kam die Projektarbeit demnach gut an. „Was zunächst Neuland war, entwickelte sich zu einem vertieften Arbeiten an der Materie“, sagt Mona Halfpap, Lehrerin des Humboldt-Gymnasiums in Hannover. Ihre Klasse nahm an dem Wettbewerb teil und belegte mit der Vision „E-Gym“ den dritten Platz. Beim E-Gym generieren die Sportler mit Fitness- und Kardiogeräten den Strom für ihr Fitnessstudio selbst. Das Ergebnis: Eine Win-Win-Situation für die Umwelt und die eigene Gesundheit.

Digitale Wettbewerbs-Plattform erstmals ab Herbst geplant

Im Herbst findet die nächste Bewerbungsphase statt. Die Initiative „Smart Kid? Smart Grid!“ möchte dann erstmals eine digitale Plattform anbieten. „Während der Corona-Krise haben wir gemerkt, dass die Digitalisierung auch vor den Schulen keinen Halt macht”, sagt Roessel. Es bleibt spannend, wie die Schülerinnen und Schüler dann das virtuelle Angebot für ihre Erfindungen nutzen.

Die Gewinner des Wettbewerbs sind:

  1. Platz Freiherr vom Stein Gymnasium Lünen, „Strom-Cluster“ 
  2. Platz: Anno-Gymnasium Siegburg, „Pure Sustainability“
  3. Platz: Andreas Vesalius Gymnasium Wedel, „Smarte Energieverteilung
  4. Platz: Humboldt Schule Hannover, „EGym

 

 

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Skizze der Projektidee Pure Sustainability“ des Anno-Gymnasiums Siegburg

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Kategorien: Bildung und Soziale Innovation
Schlagwörter: Bildung, Energiewende und klimawandel


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