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Beitrag: Digital Lab 2.0: Biete Windrad, suche Solarzelle

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25. Februar 2020

Digital Lab 2.0: Biete Windrad, suche Solarzelle

Kinder sind unsere Zukunft. Genau aus diesem Grund arbeitet die innogy Stiftung mit der Stiftung Haus der kleinen Forscher zusammen. Gemeinsam fördern wir das Projekt „Digital Lab 2.0“. Dabei konzipieren Lehrerinnen und Lehrer digitale Lehrmittel für Grundschüler, die ihnen das Thema Energie und Energiewende näherbringen. Wir ziehen ein Zwischenfazit und merken: Von dem Projekt profitiert nicht nur die Schülerschaft.

Video: Das „Digital Lab 2.0“ bei der Arbeit

 

Bis zu 22 Lehrerinnen und Lehrer engagieren sich im „Digital Lab 2.0“. In sechs Gruppen arbeiten sie an Ideen, wie Schülerinnen und Schüler Spaß daran haben könnten, digital etwas über Energie zu lernen. In mehreren Werkstätten in Berlin und Hannover, die in sogenannten Coworking-Spaces stattfanden, trafen sich die Teilnehmenden und stellten sich immer wieder die Frage: „Was halten die Kinder davon, und nehmen sie das Lernangebot an?“ Mit dieser Methode orientieren sie sich am sogenannten Design Thinking; im Fokus des Prozesses steht nicht primär die Idee selbst, sondern die Zielgruppe. Regelmäßige Test- und Feedbackrunden mit Schülerinnen und Schülern helfen, die jeweiligen Prototypen zu optimieren und auf die Bedürfnisse des Nachwuchses zuzuschneiden.

Gemeinsame Entscheidungen prägen das Projekt

Ursprünglich hatte Anne Lehmann, Projektleiterin des „Digital Lab 2.0“, geplant, dass die Teams ihre Prototypen vorstellen und dann eine Jury entscheidet, welche der Ideen umgesetzt werden. Doch die intensive Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmenden und den Stiftungsmitgliedern führte kurzerhand zu einem anderen Prozess: Systemisches Konsensieren. Dabei diskutiert die Gruppe gemeinsam über die Vor- und Nachteile der einzelnen Prototypen. Entgegen der üblichen Vorgehensweise, sich für das Produkt zu entscheiden, dass die Mehrheit favorisiert, gewinnt die Idee, die am wenigsten Widerstände bei den Beteiligten hervorruft.

„Ich bin fasziniert davon, was in so kurzer Zeit entstanden ist. Und ich bin stolz, dass man etwas mitgestalten kann, das man anschließend im Unterricht einsetzt. Diese Möglichkeit hat man ja nicht so oft.“ – Grundschullehrerin aus Niedersachsen

Siegreich waren gleich zwei Prototypen. Der eine Vorschlag ist ein virtuelles Raumkonzept, in dem sich die Kinder von Raum zu Raum vorarbeiten und darin verschiedene Themengebiete wie Energie und Geschichte oder den Stromkreislauf kennenlernen. Das zweite Projekt knüpft an ein klassisches Kartensammelspiel an: Die Schülerinnen und Schüler können digital Bilder sammeln und diese untereinander tauschen. Dabei nehmen sie beispielsweise selbst Fotos von Energieträgern auf, laden diese in ihren Ordner, erhalten dazu Hintergrundinformationen und können dies dann mit ihren Freunden und Mitschülern teilen oder tauschen. Die Lehrerinnen und Lehrer kombinieren diese beiden Ansätzen nun und arbeiten an einem neuen Prototypen. Ist das geschafft, kümmert sich eine Agentur um die technische Umsetzung. Sobald das fertig ist, testen Grundschüler die Anwendung.

„Mir hat diese neue Arbeitsweise sehr gefallen. Ich war zuvor noch nie in einem Coworking-Space. Zudem fand ich die visuelle Aufarbeitung der Inhalte sowie die Präsentation super.“ – Grundschullehrerin aus Berlin

Das Engagement der Teilnehmenden macht den Unterschied

Projektleiterin Lehmann verbucht das „Digital Lab 2.0“ schon jetzt als großen Erfolg: „Das Feedback der Lehrer ist selbst für uns überraschend positiv. Sie sehen das hier nicht nur als Projekt-Workshop, sondern auch als Fortbildung für sich selbst.“ Während des Labs lernten die Teilnehmenden neue Arbeitsmethoden kennen, die einige nun auch in ihre Arbeit mit den Schülern integrieren möchten. „Die Lehrerinnen und Lehrer fühlten sich bei uns sehr wohl. Ihnen wurde hier die Rolle der Experten zuteil und man schätzte ihre Arbeit, ihre Ideen und vor allem ihr Engagement“, erklärt Lehmann die immense Begeisterung. „Solche Wertschätzung erfährt dieser Berufsstand heute leider viel zu selten.“


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Foto Credits: Catrin Wolf

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Kategorien: Allgemein und Bildung
Schlagwörter: Energiebildung, erneuerbare Energien und Pädagogik


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