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24. Januar 2020

Think Lab 2.0: vom Erfolg inspiriert

„Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“, sagt ein Sprichwort. Beim Think Lab, unserer gemeinsamen Initiative mit der Stiftung der Deutschen Wirtschaft, gilt ein anderes Motto. Wir drehen jetzt erst richtig auf und starten gleich mit sieben Projekten in die nächste Förderrunde. 

Jörg Hülshörster denkt nicht im Traum daran aufzuhören. Warum sollte er auch? Das von ihm geleitete Think Lab 2.0 – Transformation gestalten bringt ein erfolgreiches Projekt nach dem anderen hervor. Doch während in den ersten Jahren noch aktiv Ideen von engagierten Studierenden und Promovierenden eingereicht wurden, hat sich das Format inzwischen verändert. Auf der Suche nach Lösungen für die Energiewende veranstaltete das Think Lab am letzten Novemberwochenende 2019 einen Hackathon. Junge Studierende und Promovierende waren eingeladen, sich innerhalb von zwei Tagen in Gruppen zusammenzufinden, Ideen zu erarbeiten und zu präsentieren. Was nach einer immensen Herausforderung klingt, ging überraschend leicht von der Hand und hat überaus fruchtbare Ideen hervorgebracht.

Lernen, wie es geht: vom Projektmanagement bis zum Crowdfunding

Von den insgesamt neun Projekten erhalten nun sieben eine Förderung durch das Think Lab. „Ich war erstaunt, wie intensiv die Hackathon-Teilnehmer an ihren Konzepten gearbeitet haben und wie weit sie in der kurzen Zeit gekommen sind“, sagt Jörg Hülshörster. Im März erhalten die Gruppen zunächst noch inhaltliche Unterstützung seitens des Think Labs; Workshops zu Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit und Wirkungslogik stehen ganz oben auf der Agenda. Auf Wunsch der Teams wird zudem auch das Thema Crowdfunding vertieft. „Dafür laden wir Jörn Schaube ein“, erklärt Hülshörster. „Er ist das perfekte Beispiel, wie man mit Hilfe fremder Finanzierungen aus einer Idee nicht nur ein einmaliges Projekt, sondern langfristig Erfolge etabliert.“ Der Stolz in seiner Stimme ist deutlich herauszuhören. Kein Wunder, denn Schaubes Projekt „Brücken bauen mit der Sonne“ hat sich von einer Think-Lab-Idee inzwischen zu einem erfolgreichen Verein entwickelt. 

„Wir setzen beim Orientierungsseminar im März vor allem auch darauf, dass sich die Teams untereinander austauschen“, sagt Hülshörster. Schon bei den vergangenen Förderrunden sei das ein entscheidender Erfolgsfaktor gewesen. Darauf wolle man nun aufbauen. 

Diese Ideen werden 2020 durch das Think Lab gefördert: 

 

1) 1,5-gRat
Bürgerräte als wichtiger Beitrag zur Stärkung der Demokratie – anhand eines Fallbeispiels auf lokaler Ebene zum Thema Klimaschutz will das Team diese Form der Mitbestimmung testen und in Deutschland bekannter machen. Der Name dieses Teams speist sich aus dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens. 

2) FairReward
Wie bringt man Konsumenten dazu, auf Fleisch zu verzichten und möglichst nachhaltige Produkte zu kaufen? Mit einer Einkaufs-App möchte das Team ein Bonussystem einführen und anhand des Nutzerprofils den Kauf von Fleischalternativen belohnen. Im Rahmen des Projekts streben sie eine Zusammenarbeit zwischen Lebensmittelproduzenten und -anbietern an. 

3) Sustain-ABILITY
Optimieren statt neu machen: Das Team arbeitet daran, die bereits bestehende Webapp „Sustain-ABILITY – du hast die Fähigkeit, die Welt zu retten“ weiterzuentwickeln und zu verbessern. Lehrer sollen das Tool vom Portal für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ anschließend einfacher im Unterricht integrieren können.

4) Inselkraftwerk – Meine Insel, meine Energie
Auf der Insel Rügen soll nicht nur die erneuerbaren Energien ausgebaut werden, sondern auch die Verkehrs- und Wärmewende. Dafür will das Team gemeinsam mit dem Energiewerk Rügen ein Geschäftsmodell zur Umsetzung erneuerbarer Energiezellen konzipieren.

5) shiftee
Das Team entwickelt einen automatisierten und fortlaufenden Stromanbieter-Wechselservice für Endkunden – und zwar ausschließlich zwischen Ökostromanbietern.

6) Light-up!
Mit nachhaltiger Bildung will das Team die Energiewende in südlichen Ländern vorantreiben. Dazu entwickelt das Non-Profit-Projekt in einem Workshop mit jungen Menschen eine Windkraftanlage. Ziel ist, mit lokal verfügbaren Materialien die Stromversorgung an der Nkoa Nbang Schule in Kamerun zu unterstützen und somit einen Beitrag zum „Youth & Women Empowerment“ leisten.

7) Sunnytimes
Solarstrom schlauer nutzen – die Gruppe möchte es Privatpersonen ermöglichen, durch Optimierung ihres Stromverbrauchs direkt an der Netzstabilisierung mitzuwirken.

 


 

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Kategorien: Bildung und Soziale Innovation
Schlagwörter: erneuerbare Energien, Stiftung der Deutschen Wirtschaft, und Think Lab


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