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18. Dezember 2019

Rückblick 2019: Unsere Highlights

Auch dieses Jahr haben wir als Stiftung viele Projekte gefördert, spannende Diskussionen geführt und neue Einblicke gewonnen. Die Energiewende hat viele Anknüpfungspunkte – von der Politik bis hin zur Kunst, Bildung und natürlich der Gesellschaft an sich. In unserem Rückblick 2019 stellen wir Ihnen nochmal unsere ganz besonderen Highlights aus diesem Jahr vor.

1. Kulturmetropole Ruhrgebiet
Die Synergie von Kultur und Energie für die Energiewende nutzen, geht das? Wir sind davon überzeugt. Unter dem Begriff Energiekultur vereint die innogy Stiftung seit Jahren Kunst- und Kulturinitiativen, Bildungsprojekte und Tech-Arbeitskreise. Das Ziel: Ein Bewusstsein für erneuerbare Energien in der Gesellschaft verankern. Wir haben festgestellt, dass besonders die Kultur eine wichtige Botschafterin für diese Art von Themen ist. Stephan Muschick, Geschäftsführer der innogy Stiftung, hat deshalb dieses Jahr zwei wichtige Protagonisten der deutschen Kunst- und Kulturszene getroffen und mit ihnen diskutiert: Nordrhein-Westfalens Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen sowie Thomas Oberender, Intendant der Berliner Festspiele. 

Mit Isabel Pfeiffer-Poensgen sprach er über die Ruhrtriennale, zehn Jahre Kulturhauptstadt, die Ruhr-Konferenz und warum diese Veranstaltungen nicht nur kulturelle, sondern auch politische Dimensionen bezüglich der Energiewende darstellen. Lesen Sie das ganze Interview mit Stephan Muschick und Isabel Pfeiffer-Poensgen in unserem Blog. 

Das Gespräch mit Thomas Oberender, Intendant der Berliner Festspiele hatte ein rundum positives Fazit. Welches? Unser geliebtes Ruhrgebiet muss sich nicht vor Berlin verstecken. Das ehemalige Bergbaugebiet ist aufgrund seiner historischen Bedeutung ein Exempel für Energiekultur und hat sich seit es 2010 den Titel Kulturhauptstadt trug zu einem bedeutenden Kulturstandort entwickelt. Das finden nun auch die Berliner. Das ganze Gespräch können Sie sich hier anschauen oder Sie lesen die Zusammenfassung in unserem Blog.

 

2. Drei Jahre International Light Art Award: Wie Kunst unsere Vorstellungen von Licht erweitert
Elektrisches Licht ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und ein wichtiger Bestandteil des Diskurses um die Energiekultur. Straßenlaternen, Leuchtreklame oder die gute alte Glühbirne erhellen uns – aber was ist Lichtkunst? Und warum sehen manche sie als Metapher der Energiekultur? Dieser Frage ist der International Light Award (ILAA) im Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna auch 2019 nachgegangen. Die drei Finalisten Jacqueline Hen, Yasuhiro Chida und das Duo Dachroth + Jeschonnek haben eindrucksvoll gezeigt, wie Lichtkunst unsere bisherigen Vorstellungen und Sehgewohnheiten auf den Kopf stellt. Denn Licht ist nicht nur Beleuchtung, sondern auch ein künstlerisches Medium. Lesen Sie hier mehr über die Finalisten sowie die Gewinnerin Jacqueline Hen.

3. Das Think Lab 2.0: Junge kreative Köpfe bringen den Wandel
Frische Impulse für die Energiewende brachte auch dieses Jahr das Think Lab, eine gemeinsame Initiative der innogy Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft. Das Projekt, das wir als Stiftung schon seit längerer Zeit fördern, startete dieses Jahr erstmals mit einem Hackathon in die neue Projektrunde. Das Ziel: anwenderorientierte Lösungsansätze für die Energiewende. Welche Initiativen sich durchgesetzt haben und durch das Think Lab gefördert werden, wird im Januar entschieden. Für Projektleiter Jörg Hülshörster und sein Team ist aber bereits jetzt klar: Viele kreative Köpfe treiben mit Elan und Mut die Energiewende voran. Lesen Sie hier das aktuelle Interview mit Jörg Hülshörster.

4. Lit.RUHR: Kleine Botschafter im Auftrag für die Energiewende
Neben jungen ambitionierten Erwachsenen sind auch die ganz Kleinen wichtige Akteure bei der Energiewende. Mit pädagogischen Ansätzen schaffen wir bereits bei Kindern ein Bewusstsein für erneuerbare Energien und einen ressourcenschonenden Umgang. Deshalb fördern wir Lesungen für diese Zielgruppe im Rahmen der Lit.RUHR. 2019 war das beispielsweise die Lesung der Autorin Jana Steingässer. In ihrem Buch „Paulas Reise oder wie ein Huhn uns zu Klimaschützern machte“ zeigt sie die globalen Folgen des Klimawandels auf. Das Besondere daran: Für das Buch reiste sie mit ihrer Familie um die ganze Welt und sammelte die Geschichten der Menschen, die direkt von den Folgen des Klimawandels betroffen sind – von Grönland bis Südafrika. Lesen Sie bei uns im Interview, was die Familie auf der Reise alles erlebt hat.

5. Unser stiftungseigenes Kunststipendium: VISIT
Wir bleiben beim Thema Kultur: das neunte Jahr in Folge haben wir das VISIT-Stipendium an drei Künstler(paare) vergeben und Künstler gebeten, ein Projekt zum Thema Energie zu entwickeln. Von knapp 140 Bewerbern haben sich Yvon Chabrowski mit ihrer Arbeit „Bodies in Transition”, Christoph Görke mit seinem Werk „SMD” und das Künstlerduo Andrea Winkler und Stephan Panhaus mit “Defender” durchgesetzt. Was dahinter steckt? Das können Sie in unserem Blog lesen.

6. Energiewende in Europa: EYP mit voller Kraft voraus
Beim European Youth Parliament (EYP) engagieren sich junge Menschen für Politik. Jugendliche diskutieren in einer Art europäischem Parlament über Lösungsansätze für ein gemeinsames Europa. Ein Teil davon ist das Format Power Shifts, ein von der innogy Stiftung gefördertes Projekt. Dort erarbeiten die jungen Europäer potenzielle Lösungen sowie die Ansätze für die Umsetzung der Energiewende in Europa. Die Veranstaltungen des EYP fanden dieses Jahr vor allem im hohen Norden statt. Wo genau und welche Themen besonders im Fokus standen, lesen Sie in unserem Interview mit Projektleiterin Helena Nepp.

7. Das e:lab: Wenn das Tiny House zum Aussteigertraum wird
Ein Tiny House ist kompakt, umweltfreundlich und beinhaltet alles, was das Herz begehrt. Das ist zumindest die romantische Vorstellung seiner Anhänger. Aber ist das Konzept die Lösung für unsere Städte? Und wie sieht es in puncto ressourcenschonendem Umgang und dem Energiehaushalt tatsächlich aus? Im Zuge des e:lab – Bürgerlabor für Energieinnovationen entwickelte das Fraunhofer UMSICHT gemeinsam mit Bürgern ein Tiny House als Experimentierplattform. Gemeinsam mit Jürgen Bertling und Benedikt van Kampen, vom Fraunhofer UMSICHT, und Anke Bernotat, von der Folkwang Universität der Künste haben wir das Haus gebaut und sind damit auf Tour gegangen. Das Fazit: Ob sich das Tiny House als Zukunftsmodell durchsetzt, ist fraglich, doch diese Häuschen bieten eine gute Möglichkeit, um Energieerzeugung und Nutzung zu analysieren und herauszufinden, welcher Grad an Autarkie mit regenerativen Energien möglich ist. Fortsetzung folgt!

Unser Fazit

Das Energiesystem der Zukunft ist noch lange nicht fertig, aber durch die Förderung unserer ganz unterschiedlichen Projekte konnten wir in vielen Bereichen einen Beitrag leisten. Ob auf lokaler oder europäischer Ebene – unsere Projekte sind erfolgreich und zeigen, dass trotz der Komplexität der Energiewende solche Initiativen möglich sind. Aus diesem Grund sind wir gespannt, was uns im neuen Jahr erwartet. Lesen Sie in unserem Ausblick für 2020, welche Projekte bereits in den Startlöchern stehen.


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Kategorien: Allgemein
Schlagwörter: Energiewende und Jahresrückblick


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