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Beitrag: Ausblick 2020: Unsere Projekte gewinnen an Eigendynamik

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18. Dezember 2019

Ausblick 2020: Unsere Projekte gewinnen an Eigendynamik

Während sich alle Welt auf den Jahreswechsel vorbereitet, haben wir mit den Projektleiterinnen Daniela Berglehn und Kirsten Dieterich gesprochen und sie gefragt: Wie geht es 2020 weiter? Vorwegnehmen können wir eines auf jeden Fall schon mal: Es wird ein spannendes Jahr – mit einem Jubiläum!

Frau Berglehn, Sie betreuen vor allem die künstlerischen Projekte, die die innogy Stiftung fördert. Welche Highlights erwarten uns 2020?
Daniela Berglehn: Für mich ist die Ausschreibung unseres Artist-in-Residence-Programms VISIT immer etwas Besonderes. 2020 bieten wir das Kunststipendium zum zehnten Mal an – wir feiern also einen runden Geburtstag! In den vergangenen Jahren haben wir bereits sehr gute Künstler und Projekte gefördert. Man denke nur an Stefano Cagol, Céline Berger oder Christian Keinstar. Gespannt bin ich nun aber auf die Arbeit unseres aktuellen Stipendiaten, Mario Pfeifer. Er entwickelt eine Videoinstallation zum Thema „Netzsicherheit und Cyberhacking“ und wird diese im Museum Folkwang ausstellen. Durchaus eine Ehre und da sind die Erwartungen natürlich groß. VISIT ist für mich eine Erfolgsgeschichte und ab 2020 werden wir das Programm und unser Netzwerk auch prominent erweitern.

Erzählen Sie uns davon.
Berglehn: Wir werden eine zusätzliche Residenz ins Leben rufen und zwar in Kooperation mit der Jungen Akademie der Künste in Berlin. Die Konditionen sind gleich, aber im Unterschied zu unserem Programm sollen sich die Residenz-Künstler mit einem Thema im Feld der Digitalität und mit der Verbindung von Kunst und Wissenschaft auseinandersetzen. Außerdem haben die Stipendiaten die Möglichkeit ein Atelier in Berlin zu nutzen – während unsere VISIT-Kandidaten ja dort im Unternehmen arbeiten, wo es für ihr Projekt sinnvoll ist. Auswählen werden wir alle Künstler gemeinsam, d. h. Vertreter der Jungen Akademie und der Akademie der Künste werden unser Team bereichern und nächstes Jahr auch mitbestimmen, wer das Sonderstipendium erhält. Gemeinsam planen wir dann über die Institutionen hinweg Diskussions- und Ausstellungsformate. Ich bin überzeugt, das wird eine Bereicherung für unser Netzwerk und die Künstler.

Stichwort Akademie – Frau Dieterich, die Akademie für Energie und Akzeptanz findet 2020 bereits zum achten Mal statt. Das klingt nach einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik.
Kirsten Dieterich: Das ist es auch. Wir feiern hier zwar noch kein Jubiläum, aber wir merken, dass das Format der Akademie bei den Studierenden und Promovierenden, aber auch den eingeladenen Experten gut ankommt. Das liegt sicherlich auch an der Aktualität der behandelten Themen. Dieses Jahr diskutieren die Mitwirkenden beispielsweise über die Frage: „Digitalisierung rauf, Datenschutz runter?“ Die Akademie erhielt in den vergangenen Jahren viel positives Feedback. Viele neue Anmeldungen entstehen tatsächlich durch Empfehlungen ehemaliger Teilnehmer.

Ähnlich ist es auch beim Think Lab, der gemeinsamen Initiative mit der Stiftung der Deutschen Wirtschaft.
Dieterich: Richtig. Das Think Lab ist ein äußerst erfolgreiches Projekt. Nach mehreren Jahren wurde hier nun allerdings der Auftakt verändert. Anstatt der Projektbewerbungen hat das Team von Jörg Hülshörster einen Hackathon veranstaltet, bei dem verschiedene Ideen in frisch zusammengewürfelten Teams entwickelt wurden. Einige davon fördert das Think Lab nun im nächsten Jahr. Ich bin schon sehr gespannt, was das für Projekte sind. Aus den Letzten sind sogar Start-ups und Vereinsgründungen hervorgegangen. Das zeigt, dass das Think Lab als Sprungbrett fungiert und die jungen Leute sehr engagiert sind, die Energiewende mit eigenen Ideen voranzubringen.

Wie steht es, abgesehen von den Stipendien, um die Kunst nächstes Jahr?
Berglehn: Wir haben viel vor. Beispielsweise fördern wir die Ausstellung der Künstlerin Judith Fegerl im Museum der Bildenden Künste in Leipzig. Fegerl beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit den Synergien aus Kunst und Technik. Außerdem unterstützen wir 2020 ein Projekt von Julius von Bismarck, das in der Bundeskunsthalle Bonn zu sehen sein wird. Der Berliner Künstler erhält hier unter dem Titel  „Feuer mit Feuer“ eine große Einzelausstellung. Bismarcks Arbeiten passen gut zu unseren Themen, denn auch er erforscht mit künstlerischen Mitteln die Beziehung Mensch, Natur und Technologie. Für die Ausstellung wird er eine neue Arbeit entwickeln, die sich mit der Kraft der Sonne beschäftigt – mehr sei hier nicht verraten.

Die Beziehung zwischen Mensch, Natur und Technologie zu verstehen, fängt ja meist schon in den Kinderschuhen an. Wie steht es denn 2020 um die Energiebildung der Jüngsten seitens der Stiftung?
Dieterich: Sehr gut, so viel kann ich schon mal verraten. Im von uns geförderten Projekt mit der Stiftung Haus der kleinen Forscher haben die teilnehmenden Lehrkräfte Ideen entwickelt, wie man die Energiewende im Unterricht digital besser verankern kann. Mitte Februar entscheiden wir dann gemeinsam, welche Prototypen wir umsetzen und dann an den Schulen testen. Die Erfahrung aus einem Vorgängerprojekt zeigte uns, dass sich Lehrer mehr Unterstützung bei der Vermittlung von Energiethemen im Unterricht wünschen. Deshalb ist es wichtig, dass wir nun gemeinsam mit Unterrichtenden Methoden entwickeln, um die Energiewende im Schulalltag präsenter zu machen. Diesen Willen, etwas zu verbessern und sich für die Energiewende einzusetzen, spüren wir oft auch bei den jungen Leuten, die an unseren Projekten teilnehmen.

Inwiefern?
Dieterich: Nehmen wir Power Shifts: Das ist ein Projekt innerhalb des European Youth Parliaments, das sich mit Energiethemen auf europäischer Ebene auseinandersetzt. Ein Teil des Projekts ist der „Power Shifts Fund“. Dabei können EYP-Mitglieder aus ganz Europa finanzielle Unterstützung beantragen, wenn sie bei ihren regionalen oder nationalen Sitzungen das Thema Energie aufgreifen möchten. Und wir sehen, dass die Nachfrage hier groß ist. Das Thema ist bei jungen Menschen einfach sehr aktuell.

Was reizt Sie an der Arbeit für die Stiftung?
Berglehn: Ich erlebe unsere Arbeit als sehr privilegiert, denn wir können durch unsere Förderung etwas bewirken. Seien es Schüler, Studierende, Künstler oder Institutionen – wir unterstützen sie und können ihnen die Möglichkeit geben, schöne und wichtige Projekte umzusetzen. Wenn man dann bei einer Eröffnung oder Veranstaltung dabei ist und das Ergebnis sieht, ist das ein großartiges Gefühl. 

Dieterich: Deshalb freuen wir uns, im neuen Jahr auch diese wichtige und sinnstiftende Arbeit fortzuführen.

Was uns 2019 bewegt hat, erfahren Sie im Jahresrückblick bei uns im Blog.


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Kategorien: Allgemein
Schlagwörter: Energiewende und zukunft


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