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Beitrag: Wenn Grundschullehrer zu Entwicklern werden – Lernen der Zukunft im „Haus der kleinen Forscher”

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16. August 2019

Wenn Grundschullehrer zu Entwicklern werden – Lernen der Zukunft im „Haus der kleinen Forscher”

Digital Natives hantieren bereits im frühen Alter mit neuen Technologien, was sich auch auf die Lernprozesse im Klassenzimmer auswirkt. Die Lerninhalte sollen deshalb an die neuen Bildungsprozesse, vor allem im Hinblick auf die heute gängige Mediennutzung, angepasst werden. Dies ist insbesondere bei naturwissenschaftlichen Themen sinnvoll, wie der Energiebildung in der Grundschule. Die innogy Stiftung und die Stiftung „Haus der kleinen Forscher” haben bereits 2018 solche Lern-Tools im Sachunterricht getestet. Jetzt sollen die Lehrkräfte erstmals selbst an digitalen Applikationen für den Grundschulunterricht tüfteln, die das Lernen von Morgen voranbringen. Die Bewerbung läuft noch bis Ende August.

Zwei interaktive Lern-Apps – die Energie-Wimmel-App” und eine virtuelle Energie-Schnitzeljagd” – sowie ein Online-Kurs: Diese drei digitalen Produkte entwickelte das Digital Lab”-Team der Stiftung „Haus der kleinen Forscher” in den letzten zwei Jahren gemeinsam mit Grundschulklassen. Schüler- und LehrerInnen erarbeiteten gemeinsam neue Perspektiven und Problemlösungen für einen modernen Unterricht zum Themenfeld Strom und Energie. Das pädagogische Ziel: mit dem Aufhänger Energie ist überall“ ko-konstruktive” Bildungsprozesse im Unterricht zu fördern – sprich, Lösungsansätze, die von Schülern und Lehrern gemeinsam entwickelt werden. Das Klassenzimmer wurde auf diese Weise zur experimentellen Plattform für neue digitale Lernprozesse. Die Pädagogen konnten komplexe Sachverhalte kindgerecht und praktisch erfahrbar machen, um das Interesse an naturwissenschaftlichen Themen zu stärken. Das Projekt war ein voller Erfolg. 

Lehrer tüfteln an Ideen für interaktives Unterrichtsmaterial 

Nun geht die innovative Projektarbeit des Digital Lab” in die nächste Phase: Unter dem Motto Lernwerkstatt trifft Makerspace” können sich Grundschullehrer und Referendare  noch bis zum 31. August 2019 für die Digitalwerkstatt Energie” anmelden. An drei Terminen wird gemeinsam über den zeitgemäßen und sinnvollen Einsatz analoger und digitaler Medien im Energiebildungsunterricht diskutiert – und gemeinsam an neuen Prototypen gefeilt. Die „Digitalwerkstatt Energie” startet Ende September 2019 an den Standorten Berlin und Hannover. Sie funktioniert im Prinzip wie eine Plattform für Lehrkräfte, auf der sich diese vernetzen, lernen und das Lernmaterial gemeinsam weiterentwickeln sollen. Die Plattform ist ein sogenannter Think Tank und sammelt von September 2019 bis Januar 2020 Anregungen für neue digitale Unterrichtsmethoden.

Im Mittelpunkt steht der Design-Thinking-Ansatz, eine Arbeitsweise aus dem Kreativbereich. Dabei suchen Lehrer nach Ideen, beobachten Lernprozesse, analysieren Schwierigkeiten bei der Anwendung der Tools und probieren aus. Basierend auf pädagogischen Ansätzen entwickeln und konzipieren sie also ihr eigenes interaktives Lehrmaterial. 

Kreativität und die Lust am Lernen kommen gewiss nicht zu kurz 

Die Schüler und Lehrer testen die verschiedenen Produktideen im Anschluss im Unterricht. Da die Anwendungen webbasiert sind, kann man natürlich auch jederzeit von zu Hause oder unterwegs darauf zugreifen.

Bei einer Konferenz im Februar 2020 entscheidet sich, welche Idee dann auf den Markt kommt. Sicher ist: Kreativität und die Lust am Lernen kommen bestimmt nicht zu kurz.

Foto: Peter Machat

 

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Kategorien: Bildung und Soziale Innovation
Schlagwörter: Bildung, Digitales Lernen, Forscher, Lehrer, Lerntools, Schule, und Schüler


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