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Beitrag: Das große Leuchten – so spannend werden die Werke der Finalisten für den ILAA 2019

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30. November 2018

Das große Leuchten – so spannend werden die Werke der Finalisten für den ILAA 2019

Die Finalisten stehen fest! Bereits zum dritten Mal vergeben wir 2019 zusammen mit dem Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna den INTERNATIONAL LIGHT ART AWARD (ILAA). Ziel des Wettbewerbs ist es, aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern, die mit Licht als primärem Medium arbeiten, eine Bühne zu bieten. Bewerben konnten sich Künstler aus aller Welt – drei von ihnen wurden nun ausgewählt. Sie dürfen ihre eingereichten Konzepte umsetzen und ihre Installationen fünf Monate im Lichtkunstzentrum unter dem Motto „The Future of Light Art”  ausstellen. Den Finalisten steht für die Realisierung ihrer Konzepte ein Budget in Höhe von je 10.000 EUR zur Verfügung. Der Gewinner des Awards bekommt dieselbe Summe zusätzlich. Ihn wird die Jury am 7. Juni 2019 ernennen, nachdem sie sich von den realisierten Installationen überzeugen konnten. ILAA-Projektmanager Marcus Boxler gibt schon mal einen kleinen Einblick hinter die Kulissen der Werke.

Knapp 350 Bewerbungen aus 57 verschiedenen Ländern sind für den ILAA eingegangen – keine leichte Entscheidung für die Jury, daraus drei Finalisten auszuwählen. Zu der international renommierten Fachjury gehörten der Kunsthistoriker und -wissenschaftler Wolfgang Ullrich, Kiasma Direktor Leevi Haapala, die Performance Künstlerin Maria Hassabi, Kuratorin Alice Hinrichs und Barbara Könches, Direktorin der ZERO Foundation: Eine breit qualifizierte Jury mit verschiedensten Ansprüchen an die eingereichten Konzepte. Die Top 3 der ausgewählten Künstler könnte selbst nicht unterschiedlicher sein.

„Alles wirkt, als würde es schweben“

Yasuhiro Chida

Ich verspreche, dass meine Arbeit wunderschön wird!” – mit diesen Worten stellte sich der japanische Künstler Yasuhiro Chida im Museum in Unna vor. Er wurde 1977 in Kanagawa geboren und studierte ursprünglich Architektur an der Musashino Art University in Tokyo.

Inspiration für seine Werke zieht er aus der Natur: Seine Freizeit verbringt der Künstler nämlich am Liebsten beim Bergsteigen und Höhlenwandern. Auf den höchsten Berggipfeln erlebt er Naturphänomene, die er dann in seinen Werken sichtbar machen will.

Auch ILAA-Projektmanager Marcus Boxler spürt in seinen Arbeiten diese Verbindung von Kunst und Natur: Befindet man sich in einer seiner Installationen, hat man das Gefühl etwas wiederzuerkennen, eine wohlbekannte Erfahrung oder ein konkretes Natur-Ereignis, das tief in der eigenen Erinnerung verwurzelt ist.“ Dabei sind seine Werke immer extrem filigran, fein und meditativ. Alles wirkt, als würde es schweben.

Künstlerduo Dachroth + Jeschonnek

Das Künstlerduo Charlotte Dachroth (*1981) und Ole Jeschonnek (*1984) arbeitet seit dem Studium an der Kunsthochschule Berlin Weißensee an gemeinsamen Projekten. Ihr Größtes ist die zusammen entwickelte Ausstellung Lichtvolumen”, bei der Licht als plastisches, greifbares Material sichtbar wird.

„Es wird eine Art schwarzes Loch entstehen!“

Für den ILAA arbeiten sie laut Boxler an einem Geheimnis. Das kann man gar nicht anders sagen.” Ihre Werke lassen die Betrachter nämlich oft mit einem Fragezeichen zurück. Mit einer speziell gefertigten, optischen Beschichtung des Künstlerduos entsteht beispielsweise aus dem Licht eines kleinen LED-Lämpchens plötzlich ein großer Lichtring. Auch woher sie ihre Farben und Materialien beziehen, geben Dachroth und Jeschonnek nicht preis.

Boxler lässt sich überraschen: Bei uns möchten die beiden Künstler eine Arbeit installieren, die es so bisher nie gab, die aber gerade durch Abwesenheit in Erscheinung tritt: ein Negative Space of Light. Es wird eine Art schwarzes Loch entstehen, doch wir können selbst noch nicht sicher sein, welche Form es letztlich annehmen beziehungsweise nicht annehmen wird.”

Jacqueline Hen

Jacqueline Hen (*1989) beendet derzeit ihr Studium als Meisterschülerin an der Universität der Künste Berlin und unterrichtet nebenbei Design als akademisch-künstlerische Assistentin an der Kunsthochschule für Medien (KHM) in Köln.

Ihre Arbeiten wurden bereits auf einigen Media Art Messen ausgestellt, etwa bei der Republica Berlin, in der Kunsthalle Bremen und bei der Cebit Hannover. Boxler erkennt bei der Künstlerin vor allem einen technologischen Ansatz. Sie erschafft Pyramiden, die Hologramme erzeugen, in die man als Besucher interaktiv eingreifen kann. Damit gründete Hen JUWL” – ein Accessoire für Touchscreens, das mediale Inhalte in eine 360-Grad interaktive Hologramm-Illusion erweitert. Das ist eine sehr technisch fundierte, aber primär praktikable Arbeit”, findet Boxler, Für den ILAA wird die Künstlerin jedoch einen Raum erschaffen, in den man hineingehen kann. In diesem wird man dann vom Licht total umfangen sein.”

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Kategorien: Kultur
Schlagwörter: ILAA, Kunst, Lichtkunst und Zentrum für internationale Lichtkunst


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