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25. Oktober 2018

Jazzfestival Berlin: Ein ganzes Haus wird zur Bühne

Mehr als nur Musik: Das Rahmenprogramm des traditionsreichsten Jazzfestivals Europas steht ganz im Zeichen des Wandels. Besucher dürfen sich auf einen aufregenden Mix aus Musik, Kunst und Technologie freuen.

Das Jazzfestival Berlin gibt es schon seit 1964. Dieses Jahr aber wird es grundlegend neu ausgerichtet: Das Publikum wird interagieren und teilnehmen können und soll so ein Klima der Toleranz, Integration und Diversität erleben. Die neue künstlerische Leiterin Nadin Deventer prägte schon die Jazzlandschaft im Ruhrgebiet mit, nun ist also die Hauptstadt dran. Uns ist es wichtig, das Festival und das Festspielhaus für ein breites Publikum und neue Themen zu öffnen.

Im Haus der Berliner Festspiele treten von 1. bis 4. November knapp 200 Musikerinnen und Musiker aus 15 Ländern auf. Das Rahmenprogramm wird von den Künstlerinnen Lia Sáile und Charlotte Triebus gestaltet. Ihre Werke werden inmitten der Flure und Treppenhäuser des Hauses der Berliner Festspiele ausgestellt. So sollen in dem Gebäude die hierarchischen Strukturen aufgebrochen werden. Außerdem werden auch die Besucher des Festivals in die Werke der beiden Künstlerinnen einbezogen.

Auf einer Diskussionsrunde wird daneben über die Vision des Afrofuturismus gesprochen. Unter Afrofuturismus versteht man eine Strömung, die Afrika und seine Geschichte, seine Menschen und seine Kultur in den Mittelpunkt rückt. Und die dabei auch Elemente des Science-Fiction und des magischen Realismus nutzt. Eine zeitgenössische Künstlerin ist beispielsweise Sängerin Beyoncé. In ihrem Kurzfilm Lemonade setzte sie sich 2016 mit dem Konzept des feministischen Afrofuturismus auseinander. Auch der Spielfilm Black Panther, in dem erstmals ein afroamerikanischer Superheld präsentiert wurde, gehört dazu.

Wir freuen uns auf 200 Musikerinnen und Musiker aus 15 Ländern auf, die vom 1. bis 4. November im Haus der Berliner Festspiele auftreten

Grenzüberschreitende Kunst beim Jazzfestival Berlin

Die Arbeiten Trans Lucent und Transitioning Spheres von Lia Sáile sollen den Besuchern ermöglichen, Grenzen zu überschreiten und die Distanz zwischen Zuschauern und Bühne oder Kunstwerk aufzulösen. Trans Lucent besteht aus Lichtbögen, durch die die Besucher gehen müssen, um zu den Veranstaltungsräumen zu kommen. „Obwohl sich die Konstrukte in den Innenraum des Festspielhauses einfügen, bleiben sie ein Fremdkörper. Dadurch werfen sie Fragen zu Mobilität, Freiheit und Freiwilligkeit auf“, erklärt die Künstlerin.

Bei der Videoprojektion „Transitioning Spheres werden die Zuschauer gefilmt, während sie vom oberen ins untere Foyer gehen. Sie können sich dann später selbst zeitversetzt beobachten. „Ich gestalte meine Arbeiten möglichst offen. Wichtig ist mir, dass die Besucher nicht nur zum denken, verknüpfen und verstehen angeregt werden, sondern auch eine emotionale Erfahrung machen“, sagt Sáile in Hinblick auf das Jazzfestival. Zudem werden die Konzerte des Festivals elektronisch verfremdet und mit den Umgebungsgeräuschen auf den anderen Bühnen in Klangkunst transformiert. Die auf der Hauptbühne aufgenommene Musik wird im Gewölbekeller der Unterbühne ganz anders erlebbar sein.

Lunatic Cloud Ten von Charlotte Triebus ist eine etwa zwanzigminütige Performance. Darin setzt sie sich mit dem Verhältnis von Mensch und Maschine auseinander. Insbesondere in Zeiten einer fortschreitenden Technisierung und digitalen Netzwerken. Die Performance wird vor dem Haupteingang aufgeführt und greift so noch einmal das Zusammenspiel von Innen und Außen auf.

Lichtkunst, Innovation – die innogy Stiftung und die Berliner Festspiele sind nicht erst seit der Preisverleihung zum ersten International Light Art Award Partner. 2018 ermöglichen wir Lia Sáile und Charlotte Triebus, mit ihren Werken die Besucher zu begeistern. Mehr zum Programm des Jazzfestivals Berlin 2018 finden Sie hier.

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Kategorien: Kultur
Schlagwörter: Berlin, ILAA, International Light Art Award, Kunst, und Musik


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