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25. Juli 2018

Think Lab: Der Politik zeigen, wie Energiewende geht

Die Energiewende kommt voran, doch es besteht noch Handlungsbedarf. Diesen Schluss zieht die Bundesregierung in aktuellen Berichten zur Energiepolitik. Wie solches Handeln – im kleinen Rahmen – aussehen kann, zeigt eine Initiative der innogy Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft: das Think Lab „Energie – Gesellschaft – Wandel“. Die Projekte reichen vom Simulationsspiel über ein Open-Air-Fahrrad-Kino bis zum Gruppencoaching für nachhaltiges Leben.

Nun schon das dritte Jahr in Folge unterstützt das Think Lab Projekte, die sich mit der Energiewende auseinandersetzen. „Wir haben diesmal eine besonders vielfältige Mischung”, erzählt Jörg Hülshörster, der Projektleiter des Think Lab und Betreuer der Teams. „Dabei geht es unter anderem um die Wärmewende, also den Wandel in der Wärmeproduktion und -verteilung. Aber es geht auch um die Kreislaufwirtschaft – ein Konzept, das sicherstellt, dass Rohstoffe über den Lebenszyklus einer Ware hinaus wieder vollständig in den Produktionsprozess zurückgelangen.“

Erstmals Anschlussprojekte

Aus ganz Deutschland haben sich Studenten und Promovierende mit ihren Projekten beworben. Acht davon werden dieses Jahr durch das Think Lab gefördert. Die Teams erhalten nicht nur finanzielle Unterstützung. Auch Seminare für erfolgreiches Projektmanagement, Präsentationstechniken und Netzwerken gehören zum Programm. „Wir wollen dieses Jahr einen stärkeren Fokus auf den Austausch legen“, sagt Hülshörster. Wenn die Teams miteinander ins Gespräch kämen, könne man sich oft mit einem Tipp oder einem Kontakt helfen.

Erstmals knüpfen auch aktuelle an ehemalige Think Lab-Projekte an. So beispielsweise das Projekt von Jörn Schaube „Brücken bauen mit der Sonne!“. Mit seinem Team bildete er in Hamburg Migranten aus Afrika im Solarzellenbau aus. Nach Praktika in deutschen Unternehmen sollen die Teilnehmer nun in Benin und Kenia ihr Wissen an die dortigen Einwohner weitergeben und ihnen beibringen, wie sie selbst Solaranlagen bauen können. Das Team um Schaube arbeitet in den beiden Ländern eng mit den Bildungsministerien und bestehenden Schulungszentren zusammen.

Ohne Bildung keine Energiewende

Hülshörster freut sich besonders über die Projekte, die sich mit der (Schul-)Bildung zum Thema Energie beschäftigen. Studenten und Promovierende entwickeln beispielsweise Projekttage für Schulen, Klimacamps für Grundschüler oder bauen auf dem Pausenhof mit den Kindern eine vereinfachte, aber funktionierende Windkraftanlage. So kommen die Kinder mit dem Themen Energie und Energiewende in Berührung und nehmen Wissen darüber mit in ihren Alltag. So beispielsweise bei dem Projekt „Entdecke und wirke mit!“ aus dem letzten Jahr. Hier haben Schüler in einem Feriencamp Miniatur-Windkraftanlagen gebaut und sich mit Hilfe einer Schnitzeljagd über die Energiewende informiert. Auch dieses Jahr sind solche Bildungs-Projekte dabei.

Der Think Lab-Leiter ist davon überzeugt, dass es ohne Bildung keine Energiewende gibt. Auf der Abschlussveranstaltung der letzten Förderrunde erklärte der Nachhaltigkeitsethiker Dr. Jochen Ostheimer von der LMU München, dass das Thema bei der Energiewende oberste Priorität haben müsse. Künftige Generationen seien vom Klimawandel betroffen und müssten die Energiewende vollenden. Daher müsse man sie frühzeitig einbeziehen – und das gehe vor allem über Bildung. Zum einen mit einer intensiveren Auseinandersetzung mit der Energiewende im Schulunterricht, aber auch über interaktive Projekte, wie sie im Think Lab verwirklicht werden. „Es ist wichtig, dass wir bei der jungen Generation mit dem Thema jetzt schon präsent sind“, sagt Hülshörster.

Das Think Lab will ein Vorbild für die Energiewende sein

Wenn es jedoch darum geht, die Energiewende umzusetzen, sieht Hülshörster vor allem die Politik gefordert. „Sie hat die Aufgabe zu gestalten und muss auch mal Entscheidungen treffen.” Es reiche nicht aus, eine Kohle-Kommission zu berufen, wie es die Bundesregierung im Juni 2018 tat. Es brauche konkrete Handlungen.

Das Think Lab handelt, wenn auch in wesentlich kleinerem Rahmen. Aber mit breit gefächerten Projekten. Mit Simulationsspielen, bei denen der Computerspieler die Rolle eines Energy Managers einer Kleinstadt übernimmt, Gruppen-Coaching, in denen man nachhaltig zu leben lernt, oder ein Open-Air-Fahrrad-Kino, bei dem die Zuschauer in die Pedale treten und selbst für den Strom sorgen. Lesen Sie demnächst mehr zu den neuen Projekten des Think Lab in unserem Blog.

Lesen Sie außerdem unsere Interviewreihe zu den letzten Projekten des Think Lab und bleiben Sie mit unserem Newsletter immer informiert. Hier geht es zur Anmeldung.

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Kategorien: Bildung und Soziale Innovation
Schlagwörter: Energiebildung, Stiftung der Deutschen Wirtschaft und Think Lab


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