Blog

Beitrag: Digitale Tools für die Energiebildung: Auf zur Schnitzeljagd

Sie sind hier: Startseite » Digitale Tools für die Energiebildung: Auf zur Schnitzeljagd

6. Juli 2018

Digitale Tools für die Energiebildung: Auf zur Schnitzeljagd

Gemeinsam mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher bringt die innogy Stiftung die Energiebildung in die Grundschulen. Mit Wimmelbildern, einer digitalen Schnitzeljagd und spannenden Experimenten wird den Kindern in den ersten bis vierten Klassen das Thema Energie vermittelt.

Ziel ist es, das Thema Energie erfahrbar zu machen, innovativ und mit Spaß, sagt Deborah Seifert, Projektleiterin für Digitale Lernangebote bei der Stiftung Haus der kleinen Forscher. Dafür entwickelte sie im Team mit Franziska Kappler zwei Jahre lang drei spannende Produkte für Grundschüler. Mit ihnen soll in den Klassenzimmern mehr Energiebildung stattfinden. Entstanden sind eine Wimmel-App, eine digitale Schnitzeljagd und ein Online-Kurs für Lehrkräfte.

Die Wimmel-App

Der Name lässt es vermuten – die Wimmel-App besteht aus Wimmelbildern. Sie zeigen Szenerien aus der Stadt, der Schule oder auf dem Land. Wir wollten Energie sichtbar machen und den Schülern zeigen, dass Energie in allen Momenten unseres Alltags eine große Rolle spielt, erläutert Seifert. Auf den Bildern können die Kinder bewegliche Komponenten anklicken, die mit Energie zu tun haben. So beispielsweise ein LKW, der Holzstämme transportiert oder auch eine rülpsende Kuh. Daraufhin erscheinen viele unterschiedliche Fragen, Denkanstöße und Hinweise rund um das Thema Energie. Zusätzlich sind thematisch passende Forschungsaufträge, Minispiele und auch ein Film eingebettet. Statt einer Antwort können die Schüler überlegen, bis sie gemeinsam auf die Lösung kommen.

Der Stiftung war es wichtig, dass den Kindern möglichst viele Denkanstöße gegeben werden, um sich dem komplexen Thema kindgerecht zu nähern. Ziel der Wimmel-App ist es, die Bandbreite und Vielfalt des Themas darzustellen. Denn Energie habe nicht nur mit Strom aus der Steckdose zu tun, sondern auch mit Sport, Natur oder Verkehr, wie eine Durchsicht der bundesweiten Lehrpläne gezeigt hat.

Eine digitale Schnitzeljagd

Früher malten die Kinder mit Kreide Pfeile auf die Straße, heute scannen sie QR-Codes, die an Schulwänden stehen. Mit der digitalen Schnitzeljagd wolle man Frontalunterricht vermeiden, erklärt Deborah Seifert. Die Sechs- bis Zehnjährigen dürfen selbstständig das Schulgelände erkunden und dabei verschiedene Aufgaben zum Thema Energie lösen.

Der Stiftung Haus der kleinen Forscher ist es aber wichtig, dass weder die Wimmel-App noch die Schnitzeljagd ein gewöhnliches Spiel sein sollen, um Kinder ans Tablet zu fesseln. Es geht darum, dass sie miteinander sprechen und das, was sie in der digitalen Welt lernen, in ihr analoges Umfeld übertragen und daran anknüpfen.

Kommt es in Deutschland zu einer Bildungsungerechtigkeit?

Das dritte Produkt ist ein Online-Kurs, in dem Lehrkräfte Material und Experimente finden, die helfen, das Thema Energie spannend und unkonventionell im Unterricht anzusprechen.

Ein wichtiger Aspekt für Deborah Seifert und Franziska Kappler war bei der Entwicklung die technischen Möglichkeiten der Grundschulen zu berücksichtigen. Digitale Tools erfordern entsprechende Geräte. Aber nicht alle Schulen sind gleich gut ausgestattet. Während manche bereits mit Tablets im Unterricht arbeiten, wartet man in anderen immer noch auf einen Internetzugang oder den ersten Computer für die Schüler. Die Ausstattung hänge inzwischen oft von privatem Engagement ab, weiß Seifert. Langfristig kommt es dadurch zu einer Bildungsungerechtigkeit. Dem sollten Politik und Gesellschaft entgegenwirken.

Die Wimmel-App ist bereits im Google Play-Store oder als Webversion verfügbar, die digitale Schnitzeljagd und der Online-Kurs ab August. Erfahren Sie mehr dazu auf unserer Projektseite.

weiterempfehlen

Kategorien: Bildung
Schlagwörter: Energiebildung


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hiermit akzeptiere ich die Datenschutzbedingungen


Verfassen Sie den ersten Kommentar