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Beitrag: Stefano Cagol: „Wärme ist ein Symbol für Leben”

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13. Juni 2018

Stefano Cagol: „Wärme ist ein Symbol für Leben”

2015 war Stefano Cagol  VISIT-Stipendiat unserer Stiftung und entwickelte sein Projekt „The Body of Energy (of the Mind)”. Nun wird es bei der Manifesta 12 erneut aufgeführt. Die Manifesta ist die weltweit einzige nomadisierende Biennale, die immer an wechselnden Orten stattfindet. Ab dem 16. Juni ist sie in Palermo und wird Besucher aus der ganzen Welt anziehen. Wir haben mit Stefano Cagol darüber geredet worauf er sich am meisten freut.

Herr Cagol, wie wird Ihre Ausstellung bei der Manifesta 12 aussehen?
STEFANO CAGOL: Ich stelle „The Body of Energy (of the mind)” hier als Performance und großformatige Projektion auf der Piazza Magione, dem Mittelpunkt der Manifesta 12, aus. Bei diesem Projekt visualisiere ich den Energieaustausch zwischen Menschen und ihrer Umgebung anhand von Temperatur mithilfe einer Infrarotkamera. Die Wärmebilder zeigen ein Spektrum von blau bis rot und die Wärme ist in dem Kontext ein Symbol für das Leben. Die Kuratoren-Plattform „Arts & Globalization” hat mich eingeladen, an ihrem Programm „Art & Connectography. Remapping the Global World through Art Practice” bei der Manifesta 12 teilzunehmen. Zusätzlich werde ich eine Reihe von improvisierten Performances in anderen Teilen der Stadt durchführen.

Wie hat VISIT dich bei der Manifesta 12 unterstützt?
Als VISIT von meiner Teilnahme hörte, haben sie mir sofort ihre erneute Unterstützung zugesagt. Ich hatte nicht erwartet, dass sie mich bei der Weiterentwicklung des Projekts, das für mich selbst unvorhergesehen war, begleiten würden, weswegen ich mich noch mehr darüber gefreut habe. Das Team um Stephan Muschick und Daniela Berglehn ist nachhaltig interessiert an der Arbeit der Stipendiaten. Das ist toll und unterscheidet VISIT für mich von ähnlichen Programmen und der Arbeitsweise von vielen Institutionen und Museen.

 

Der Künstler Stefano Cagol

 

Was war die beeindruckendste Erfahrung während des Projekts?
Es war insgesamt eine sehr intensive Erfahrung. Als ich 2015 mit dem Projekt begonnen habe, wusste ich nur, dass ich zuerst in der „Bergen Kunsthall” ausstellen würde. Aber ich hatte keine Ahnung, wo es danach hingehen würde. Seitdem war ich sechs Monate fast pausenlos unterwegs und bin von Norwegen nach Gibraltar gezogen. Ich bin 20.000 Kilometer gereist, um öffentliche Performances und Ausstellungen zu initiieren. Großartig war auch, dass ich mit sehr vielen Museen, öffentlichen Institutionen und Non Profit-Initiativen zusammengearbeitet habe. Einige Momente sind mir besonders im Gedächtnis geblieben. Zum Beispiel als ich in Salerno, in der Nähe von Neapel, auf dem UNISA Campus zusammen mit hunderten Studenten eine Perfomance durchgeführt habe. Das waren die meisten Menschen, die auf einmal an dem Projekt teilgenommen haben. Die kollektive Energie, die dabei entstanden ist, war einzigartig.

Und was steht als Nächstes an?
Bis zum 20. September werden meine Aufnahmen der Manifesta 12 in Palermo in der „Cassata Drone”gezeigt, wo drei internationale Künstler ausstellen: Maria D. Rapicavoli, Raqs Media Collective und ich. Es sind aber auch viele andere Projekte geplant – die nächsten starten noch dieses Jahr. Im Juni werde ich eine meiner Video-Arbeiten – die auch im Deutschen Umweltministerium für die UN-Klimakonferenz COP 23 ausgestellt ist – an der beeindruckenden Medien-Fassade des „Museions” in Bozen zeigen. Der Anlass ist der zehnte Geburtstag des Museums für moderne und zeitgenössische Kunst. Im November werde ich dann an der OFF Biennale in Kairo teilnehmen, die Simon Njami leitet und Valentina Gioia Levy kuratiert. Es bleibt also spannend.

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Kategorien: Kultur
Schlagwörter: Kunst, Manifesta und VISIT-Stipendium


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