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4. Mai 2018

„DOWN HERE – UP THERE“: Was hat Lichtkunst mit Kohle zu tun?

Nach Jahrhunderten endet der Bergbau im Ruhrgebiet, in wenigen Monaten schließen die letzten Steinkohle-Zechen. Dieser Ära gedenkt das Netzwerk der RuhrKunstMuseen mit der großen Ausstellungsreihe „Kunst & Kohle“. Dabei spielt auch das Zentrum für Internationale Lichtkunst eine prominente Rolle – doch zunächst galt es eine entscheidende Frage zu klären: Was hat Lichtkunst mit Kohle zu tun?

Ende 2018 ist endgültig Schluss mit dem Steinkohlebergbau in Deutschland. Die letzten beiden noch aktiven Zechen liegen in Nordrhein-Westfalen: im münsterländischen Ibbenbüren und in Bottrop, mitten im „Pott“, wie das Ruhrgebiet bei den Einheimischen heißt. Damit endet eine Ära, die viele Generationen in der Region geprägt hat.

Zugleich feiert das Netzwerk der RuhrKunstMuseen 2018 sein zehnjähriges Bestehen. Beides sind gute Gründe, sich einem Herzensthema der Region ausführlicher zu widmen. Daher dreht sich von Mai bis September in 13 Städten des Ruhrgebiets mit insgesamt 17 Museen alles um „Kunst & Kohle“.

Dunkle Stollen und harte Arbeit

Neben bedeutenden Kunstsammlungen wie dem Museum Folkwang in Essen oder dem Museum Ostwall im Dortmunder U  beteiligt sich auch das von der innogy Stiftung geförderte Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna an der Ausstellungsreihe. Allerdings war Direktor John Jaspers zunächst skeptisch. Lichtkunst und Kohle – wie passt das zusammen? „Ein Museum, das Gemälde oder Fotografien ausstellt, hat es bei dem Thema wesentlich einfacher“, so der erste Eindruck von Jaspers. „Doch nach einigen Überlegungen haben wir tatsächlich einen nachvollziehbaren Zugang gefunden.“

 

Kunst & Kohle
Dorette Sturm mit „Breathing Cloud“. (© Mike Harris)

 

Jaspers und sein Team dachten an den täglichen Kampf der schwer schuftenden Männer in den Zechen. Die Stollen waren voller Kohlenstaub – und damit zunächst stockdunkel. Der Umgang mit  dem Licht(mangel) prägt die Arbeit der Kumpel also in besonderer Weise. Beim Zentrum für Internationale Lichtkunst werden nun die Differenz wie auch die Wechselwirkungen zwischen ober- und unterirdischer Umwelt zum Thema: in der „Kunst & Kohle“-Ausstellung mit dem bezeichnenden Titel „DOWN HERE – UP THERE“.

Eine Männerdomäne im Blick von Künstlerinnen

Während der Bergbau von Männern dominiert wird, präsentieren im Lichtkunstzentrum drei Frauen ihre Installationen. „Das unterstreicht den Wandel, den die Region gerade durchmacht – auch im gesellschaftlichen Sinne“, freut sich Jaspers. Auf die Besucher wartet ab 6. Mai in Unna ein Berg aus Neonröhren der niederländischen Künstlerin Diana Ramaekers, eine atmende Wolke ihrer Landsfrau Dorette Sturm sowie eine Videoarbeit kombiniert mit keramischen schwarzen Plastiken von der deutschen Künstlerin Nicola Schrudde. Jede der Installationen setzt sich intensiv mit dem Kohleabbau und dem Strukturwandel des Ruhrgebiets auseinander.

Selbst die Örtlichkeiten des Zentrums für Internationale Lichtkunst passen perfekt zum Ausstellungsthema Kohle. Denn das Museum befindet sich in den Kellergewölben der ehemaligen Lindenbrauerei, zwölf Meter unter der Erdoberfläche. So begeben sich die Besucher – genau wie die Kohlekumpel – erst einmal unter die Erde, bevor es losgeht.

Wandel zur Kreativregion

 

Kunst & Kohle
Nicola Schrudde mit „Schwarzdichte“. (© Dejan Saric)

 

Auch wenn die letzten Zechen erst jetzt schließen, hat der Veränderungsprozess im Ruhrgebiet schon lange begonnen. „Es ist fantastisch, was aus den alten industriellen Gebäuden gemacht wurde“, sagt Museumsdirektor Jaspers. „Das Ruhrgebiet hat sich verändert und weiterentwickelt, es ist eine unglaublich kreative Region.“ Diese Vielfalt zeigt sich nicht zuletzt in den vielen anderen einzigartigen Ideen der Ausstellungsreihe „Kunst & Kohle“.

Vom 6. Mai bis 16. September ist die Ausstellung „DOWN HERE – UP THERE“ im Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna zu sehen. Schauen Sie vorbei! Wir verlosen 5 x 2 Tickets für die Ausstellung. Schreiben Sie uns bis Mittwoch, 9. Mai 16.00 Uhr eine Mail an innogystiftung@nutshell.de mit dem Betreff „DOWN HERE – UP THERE“. Die Gewinner werden von uns per E-Mail benachrichtigt. Für die Teilnahme an der Verlosung müssen Sie 18 Jahre oder älter sein. Ihre Daten, wie E-Mailadresse, Vor- und Nachname werden von uns lediglich für die Zeit der Verlosung gespeichert. Sobald die Verlosung abgeschlossen ist, werden Ihre Daten wieder gelöscht. Um die Karten für die Gewinner im Zentrum für Internationale Lichtkunst zu hinterlegen, werden Vor- und Nachname an das Museum weitergegeben. Diese Daten werden nach Abholung der Tickets jedoch wieder gelöscht.

Dieses Jahr verleiht das Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna übrigens schon zum dritten Mal den International Light Art Award – dieses Mal jedoch mit spektakulären Neuerungen. Lesen Sie mehr dazu demnächst auf unserem Blog.

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Kategorien: Kultur
Schlagwörter: Kunst, Lichtkunst, und Zentrum für internationale Lichtkunst


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