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6. März 2018

Smart Energy Studie: Die Ideen sind groß – doch wie gelingt die Umsetzung?

Innovationen von Anwendern gibt es zahlreich, man muss dieses Potenzial nur noch zu nutzen wissen! Zu diesem Schluss kommt das Forschungsteam „Nutzerinnovationen für Smart Energy“ am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) – und stellt Forderungen an Politik und Wirtschaft.

Deutschland ist ein Land der Tüftler. Ohne Julius Albert hätten wir heute keine Drahtseile und ohne Oskar Barnack keine 35-mm-Kleinbild-Kamera. Wäre Andreas Flocken nicht gewesen, wäre das erste vierrädrige Elektroauto vielleicht erst später erfunden worden. Nicht zu vergessen Johannes Gutenberg: den genialen Erfinder der Druckerpresse.

Durch solchen Pioniergeist ist heute technisch vieles möglich – doch es sind immer weitere Innovationen nötig, insbesondere im Bereich der Smart Energy, wo es auch um den Schutz des Klimas geht. Zur Frage, ob solche Fortschritte auch von Nutzern angetrieben werden können, hat das HIIG gemeinsam mit co2online eine von der innogy Stiftung geförderte Studie erstellt. Das Ergebnis: Da liegt ein ungehobener Schatz”, urteilt Projektleiter Professor Hendrik Send in unserem Interview.

85 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Smart-Energy-Lösungen

Befragt wurden 1.651 Energie-interessierte Menschen in Deutschland. Die Studie ist zwar nicht repräsentativ, birgt aber dennoch hilfreiche Erkenntnisse für den Smart Energy-Bereich. Fast jeder Dritte der Befragten nutzt bereits derartige Lösungen – vor allem, um dadurch den eigenen Energieverbrauch überwachen und senken zu können.

85 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Smart-Energy-Lösungen

Befragt wurden 1.651 Energie-interessierte Menschen in Deutschland. Die Studie ist zwar nicht repräsentativ, birgt aber dennoch hilfreiche Erkenntnisse für den Smart Energy-Bereich. Fast jeder Dritte der Befragten nutzt bereits derartige Lösungen – vor allem, um dadurch den eigenen Energieverbrauch überwachen und senken zu können.

Obwohl rund vier Fünftel der Studienteilnehmer mit dem derzeitigen Angebot unzufrieden sind, ist das Interesse an dem Thema äußerst hoch. So wünschen sich 85 Prozent weitere innovative Konzepte und Produkte. Dieser Wunsch lässt viele Befragte selbst aktiv werden: Laut Studie hatten 42 Prozent in den letzten drei Jahren mindestens eine eigene Idee für technische Neuerungen. Bei bereits aktiven Nutzern von Smart Energy-Lösungen sind es sogar fast 70 Prozent. Wie Professor Hendrik Send und Co-Autor Matti Große herausfanden, haben davon wiederum bereits zwei Drittel ihre Idee umgesetzt oder sind gerade dabei.

Politik und Wirtschaft müssen bessere Rahmenbedingungen schaffen

Aber was motiviert die Befragten Zeit, Mühe und vor allem finanzielle Mittel in ihre eigenen Smart Energy-Lösungen zu investieren? Sie wollen eigene Energieprobleme lösen, haben Spaß an der Umsetzung und mögen es, ihr Wissen zu erweitern. Weniger wichtig ist der Anreiz, anderen durch die eigene Entwicklung zu helfen oder mit dieser Geld zu verdienen. Genau hier liegt laut Professor Send der ungehobene Schatz: „Der Innovationsprozess hört meist auf, wenn Nutzer ihre Probleme gelöst haben. Sie denken in der Regel gar nicht daran, dass die eigene Problemlösung auch für andere Anwender interessant sein kann.“

Send und sein Team werfen an dieser Stelle der Politik und Wirtschaft den Ball zu – diese müssten bessere Rahmenbedingungen für Nutzerinnovationen schaffen. Und natürlich stehen Unternehmen vor der Herausforderung, das Potenzial der fördernswerten Innovationen zunächst überhaupt zu erkennen, so ein weiteres Fazit der Studie.

Lesen Sie das ganze Interview mit den Projektleitern Professor Hendrik Send und Matti Große zu den Ergebnissen der Studie in unserem Blog. Außerdem steht Ihnen die vollständige Studie hier zum Nachlesen zur Verfügung und in einem weiteren Video erläutert Matti Große Ihnen, was man unter Nutzerinnovationen versteht. 

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Kategorien: Allgemein und Soziale Innovation
Schlagwörter: Energiesparen und Innovation


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