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12. Februar 2018

Mit Energiewissen auf Arabisch die Integration fördern

Die Sprache erlernen und soziale Kontakte knüpfen ist für viele Flüchtlinge in Deutschland grundlegend dafür, sich erfolgreich zu integrieren. Doch auch die vielen Kleinigkeiten im Alltag sind wichtig, findet innogy-Vertriebsmitarbeiter Medhat Zaki: Energiesparen und Mülltrennung etwa. Mit Unterstützung der innogy Stiftung hat er ein Video in arabischer Sprache produziert, das Flüchtlinge hierzu das nötige Wissen vermittelt.

Um Geflüchtete dauerhaft in die Gesellschaft einzugliedern, gibt es hierzulande Deutsch- und Integrationskurse. Doch auch, nachdem die Flüchtlinge diese absolviert haben, fällt es ihnen oft schwer, beispielsweise Schreiben von Behörden oder Stromrechnungen zu verstehen.

Medhat Zaki engagiert sich sehr für Geflüchtete.

Medhat Zaki engagiert sich sehr für Geflüchtete.

Hilfreiche Erklärvideos für Flüchtlinge

innogy-Mitarbeiter Medhat Zaki, der ursprünglich aus Ägypten kommt, kann sich sehr gut in die Lage der Flüchtlinge hineinversetzen. „Bei meiner Arbeit in innogy-Energieläden habe ich für Flüchtlinge unter anderem Übergabeprotokolle und Rechnungen vom Deutschen ins Arabische übersetzt. Außerdem gebe ich über die RWE-Initiative Companius Deutschkurse und biete Bewerbungstrainings an. Ich wäre sehr froh und glücklich gewesen, wenn ich bei meiner Ankunft 2001 eine vergleichbare Hilfe bekommen hätte. Deshalb möchte ich jetzt helfen, die Geflüchteten zu unterstützen.”

Durch seine Arbeit kam Medhat Zaki auf die Idee, Erklärvideos auf Arabisch zu drehen, um noch mehr Menschen zu erreichen. Auf der Suche nach einem Förderer fragte er bei der innogy Stiftung an und stieß sogleich auf ein offenes Ohr. „Zusammen mit einem ägyptischen Regisseur habe ich ein Skript geschrieben und mit einem kleinen Team Freiwilliger aus der Kommunikationsabteilung in einem Studio bei innogy und in der Wohnung eines Kollegen alle Szenen für das Video gedreht”, so Zaki.

Auch Mülltrennung gehört zur Integration

Bei ihrem Einzug in eine eigene Wohnung müssen die Flüchtlinge unter anderem lernen, Bio- von Rest- und Hausmüll zu trennen – sonst gibt’s Ärger mit den Nachbarn. Und auch den Strom abzulesen, ist nicht einfach: „In vielen Herkunftsländern gibt es keinen Abschlag im Monat, es gibt nur Mitarbeiter der Energieunternehmen, die jeden Monat das Geld in bar kassieren und den Zähler ablesen. Deswegen ist das deutsche System für sie völlig neu”, erklärt Zaki. Aufklärung sei wichtig, um Konflikte zu vermeiden. „Die Flüchtlinge bekommen ansonsten Ärger mit dem Sozialamt, beispielsweise wegen hoher Nachzahlungen“, so Zaki. Wie man den Stromzähler korrekt abliest, erläutert das Video ebenso wie das richtige Lüften der Wohnung. Es gibt Tipps zum Kochen, zur Warmwassernutzung, zum Energie sparen und dass es einen öffentlichen Winterdienst gibt. Dinge, die für die meisten Deutschen selbstverständlich erscheinen – es anderswo aber eben nicht sind.

Ohne Winterdienst ist in Deutschland oft kein Durchkommen – für viele Flüchtlinge ist er natürlich etwas Neues.

Ohne Winterdienst ist in Deutschland oft kein Durchkommen – für viele Flüchtlinge ist er natürlich etwas Neues.

Für Medhat Zaki und seine Mitstreiter ist es selbstverständlich, die Geflüchteten zu unterstützen. “Integration funktioniert eben nur, wenn sich alle einbringen”, so Zaki. Gerne würde er das Energiespar-Video auch auf Englisch und Französisch anbieten – beispielsweise für Flüchtlinge aus den Maghreb-Staaten – und in Zukunft weitere Filme zu unterschiedlichen Themen produzieren. 

Autorin: Sophia Wiesenberger

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Kategorien: Allgemein und Bildung
Schlagwörter: Bildung, Energiebildung, Energiesparen, Essen und Nachhaltigkeit


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