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6. November 2017

„Ministry of Plastic“ – Sam Hopkins auf der Weltklimakonferenz COP23

Bei der Weltklimakonferenz präsentiert der Künstler Sam Hopkins eine spannende Vision: Kunststoff ist das Gold der Zukunft!

Plastik ist eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit: Der alltägliche Müll aus Verpackungen verbraucht nicht nur wertvolle Ressourcen, sondern sorgt für gewaltige Verschmutzungen, nicht zuletzt in den Meeren – die dort herumtreibenden Plastikpartikel gefährden die Gesundheit zahlreicher Fische, Vögel und Säugetiere. Passenderweise liegt der Vorsitz der 23. Weltklimakonferenz (COP23) bei der pazifischen Inselgruppe Fidschi, das wie andere Inselstaaten von diesem Problem besonders betroffen ist. Allerdings fehlt es Fidschi an passender Infrastruktur, um eine solch große UN-Konferenz zu beherbergen. Darum findet sie vom 6. bis 17. November in Bonn statt, wo auch das Klimasekretariat der Vereinten Nationen (UNFCCC) ansässig ist.

Zukunftsvision animiert zum Umdenken

Bei der COP23 gibt es neben zahlreichen Fachveranstaltungen auch ein hochkarätiges Kulturprogramm. Mit dabei ist unser VISIT-Stipendiat Sam Hopkins, der in die ehemalige Hauptstadt kommt, um seine Installation „Ministry of Plastic“ zu präsentieren. Der in Kenia und England aufgewachsene Künstler widmet sich mit seiner Arbeit der Problematik der Plastikverpackungen, zum Beispiel bei Lebensmitteln. Dabei verändert er die Perspektive: Der heute omnipräsente Kunststoff ist in der von ihm präsentierten Vision ein rares und damit begehrtes Gut – quasi das Gold der Zukunft! In einem Schiffscontainer errichtet Hopkins ein Museum, das unter anderem eines der wenigen erhaltenen Exemplare des Buchs „The Rubbish Companion“ ausstellt. Darin wird beschrieben, wie ein sorgsamer Umgang mit Plastik funktioniert. Denn in dieser Gesellschaft gibt es kein Erdöl mehr, weshalb das Finden und Wiederverwerten von Kunststoff extrem wichtig sind. Besonderer Hingucker ist auch ein Video, das zeigt, wie in der Zukunft eine junge Frau das erste Mal mit dem seltenen Material Plastik in Berührung kommt. Schätzen wir den Rohstoff ausreichend? Liegt die Lösung im Recyclen oder im Vermeiden von Plastik? Fragen, über die BesucherInnen vor Ort noch bis zum 17. November diskutieren können.

Beziehungen um den Erdball

Besonders Lebensmittel sind sehr häufig in Kunststoff verpackt, weshalb Hopkins’ Arbeit sich gut mit dem Engagement von ARTPORT_making waves ergänzt. Die Agentur, mit der Hopkins in Bonn zusammenarbeitet, möchte mit ihrem Projekt GOOD FOOD aufmerksam machen auf die Verbindung von Nahrungsmittelproduktion und Klimawandel sowie deren Folgen, vor allem für Fidschi, die Pazifischen Inseln und Indien. Zusätzlich zu „Ministry of Plastic“ planen sie Workshops, Diskussionen und einen Videowettbewerb, um Jugendliche und junge Erwachsenen aus Deutschland, Indien und den Ländern im Pazifik zusammenzubringen.

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Kategorien: Allgemein, Bildung, Kultur, und Soziale Innovation
Schlagwörter: COP23, Kunst, Sam Hopkins, VISIT, Visit-Künstler, und VISIT-Stipendium


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