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18. April 2017

Lichtkunstpreis 2017: Die Ruhe vor dem Sturm

In wenigen Tagen ist es soweit: Am 21. April wird der “International Light Art Award” (ILAA) zum zweiten Mal verliehen. Dieser Preis ist eine Initiative der innogy Stiftung sowie des Zentrums für Internationale Lichtkunst Unna und fördert aufstrebende Künstler, die Licht kreativ und innovativ einsetzen. Zum ersten Mal findet nicht nur die Ausstellung der drei Finalisten, sondern auch die zugehörige Preisverleihung im Lichtkunstmuseum Unna statt. Seit Oktober 2016 ist Christofer Schmidt als verantwortlicher Projektleiter mit der Vorbereitung des Events beschäftigt – wir haben mit ihm darüber gesprochen.

Herr Schmidt, was waren denn Ihre Aufgaben als Projektleiter des “International Light Award”?

CHRISTOFER SCHMIDT: Gemeinsam mit dem Museumsdirektor John Jaspers war ich für die gesamte Koordination des Awards zuständig. Dazu gehörte nicht nur die Organisation der Preisverleihung, einer dazugehörigen Publikation sowie eines Familienfestes für die Eröffnung der neuen Wechselausstellung. Außerdem mussten wir helfen, die Arbeiten der drei Finalisten Tilman Küntzel (Deutschland), Vroegop/Schoonveld (Niederlande) und Satoru Tamura (Japan) zu realisieren.

 

Was hat es mit dem Familienfest als Begleitveranstaltung auf sich? 

Im Rahmen eines Familienfests findet einen Tag nach der Preisverleihung, am 22. April, ein buntes, kostenloses Programm mit einem KinderMitmachKonzert, Kinderschminken und einem Zirkus auf dem Lindenplatz vor unserem Museum statt. An diesem Tag können auch erstmals die neuen Kunstwerke unserer drei Finalisten von einer breiten Öffentlichkeit bewundert werden – für die Kinder gewiss genauso spannend wie für ihre Eltern!

Wie hat sich Ihr Arbeitsalltag in den letzten Wochen verändert? Welche Herausforderungen mussten Sie bewältigen?

Meine Arbeitstage sind immer länger und intensiver geworden. Wenn man aber mit so einem tollen Team zusammenarbeitet wie ich, ist das nur halb so schlimm. Als größte Herausforderung habe ich die bürokratischen Hürden empfunden – diese hatte ich ehrlicherweise etwas unterschätzt. Das war oft mühsam. Aber wir waren ja Gott sei Dank früh genug mit der Planung dran, sodass nun alles funktionieren sollte!

Gibt es nun auf der Zielgerade noch viel zu tun?

Also noch habe ich das Gefühl, alles im Griff zu haben (lacht). Natürlich fallen uns immer mal wieder Kleinigkeiten ein. Aber das Wichtigste ist getan: Die Kunstwerke stehen und die Publikation ist fertig. Jetzt muss nur noch die Preisverleihung reibungslos funktionieren. Auch wenn mir das gerade die eine oder andere unruhige Nacht beschert, bin ich sehr optimistisch. Bisher haben wir auch alles gemeistert.

Was hat sich denn im Vergleich zum ersten Award im Jahr 2015 geändert?

Es hat sich einiges getan. Nicht nur, dass wir den Preis dieses Jahr in Unna und nicht wie vor zwei Jahren in Berlin verleihen werden. Auch der Bewerbungsprozess hat sich geändert. Für unseren ersten Award konnte man sich nicht selbst bewerben, sondern musste nominiert werden. Dieses Mal war es ein offener Wettbewerb. Wir haben fast 300 Konzepte aus 41 Ländern erhalten – unter anderem aus China, dem Kongo und Australien. Das freut uns natürlich sehr. Außerdem wird die Jury den Sieger nicht mehr nur anhand seines Konzeptes auswählen, sondern am Morgen der Preisverleihung die realisierten Kunstwerke der Finalisten vor Ort ansehen und erst dann den Sieger küren.

Portrait von Christofer Schmidt, Projektleiter des Lichtkunstzentrums Unna

„Die drei Kunstwerke passen auch untereinander extrem gut zusammen.“ Christofer Schmidt über die Lichtkunst-Arbeiten, die ab Samstag in Unna zu sehen sind

Was können die Besucher denn von den Projekten der drei Finalisten erwarten?

Alle drei Kunstwerke sind wirklich beeindruckend und völlig anders als bei der letzten Preisverleihung 2015. Auf den ersten Blick zeichnen sie sich durch eine gewisse Schlichtheit aus, auf den zweiten Blick sind sie jedoch wesentlich komplexer. Sie passen interessanterweise auch untereinander extrem gut zusammen. Denn alle haben etwas mit Bewegung zu tun – zum Beispiel in Form des faszinierenden Flimmerns oder Flackerns von Glühbirnen – und sie werden alle von einer passenden Akustik begleitet.

Haben Sie einen Favoriten?

Ja, habe ich, den verrate ich Ihnen aber nicht (lacht). Nur so viel: Als ich dessen Konzept zum ersten Mal sah, dachte ich, dass die Umsetzung sehr kompliziert werden würde. Tatsächlich hat die Realisierung aber ganz wunderbar funktioniert und jetzt fasziniert mich die Arbeit jedes Mal, wenn ich vor ihr stehe.

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Kategorien: Kultur und Soziale Innovation
Schlagwörter: Christofer Schmidt, Deutscher Lichtkunstpreis, ILAA und Lichtkunst


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