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13. Oktober 2016

Zurückgewonnene Leuchtkraft

Die Installation „Lichtgeschwindigkeit 11,5m/sek“ von Brigitte Kowanz beeindruckt schon seit 2012 die Besucher des Zentrums für Internationale Lichtkunst Unna (ZIL). Jetzt leuchtet sie dank der von der innogy Stiftung unterstützten Erneuerung der Neonlichter wieder in vollem Schein.

Das Unmögliche, Lichtgeschwindigkeit zu begreifen
Die Installation der Wiener Künstlerin besteht aus 19 Neonzahlen und 3 Unterstrichen. Die Striche durchströmt ein ruhiges und gleichmäßiges Licht. Die Zahlen dagegen leuchten rhythmisch auf – als Symbol für die Geschwindigkeit der Lichtwellen.

Um Lichtgeschwindigkeit verständlich zu machen, hat Kowanz sie in Form der Zahlenreihe visualisiert: Diese gibt die Anzahl der Millisekunden an, die Licht theoretisch brauchte, um von einer Seite des 11,5 Meter breiten Kunstwerks zur anderen zu gelangen. Und das sind:

Kowanz-Lichtgeschwindigkeit-ZIL-Unna

Die Zeit in Sekunden, die Lichtgeschwindigkeit für eine Strecke von 11,5 Metern braucht. Foto: Frank Vinken

Daher kommt auch der Name der Installation: „Lichtgeschwindigkeit 11,5m/sek“.

Kowanz fordert mit ihrem Werk bewusst die Vorstellungskraft der Menschen heraus, für die es unglaublich schwer ist, sich die Einheit Lichtgeschwindigkeit vorzustellen. Die liegt schließlich bei rund 300.000 km/s. In einer Sekunde legt Licht damit beinahe die Entfernung zwischen Erde und Mond zurück.

Erneuerung der Installation
Die Installation ist 1989/90 entstanden und wurde nun mit Hilfe der innogy Stiftung restauriert. „Die Wartung von Lichtkunst ist aufwändig“, erklärt John Jaspers, Direktor des ZIL. „Lampen und Elektrizität sind sehr empfindlich.“ Durch das ständige An- und Ausschalten der Neonlichter müssen diese regelmäßig erneuert werden, da die Anschlüsse nach einer Zeit durchbrennen.


Die Neonlichter der Installation leuchten den Weg ins ZIL. Foto: Frank Vinken

Die Techniker mussten auch einige Transformatoren austauschen. „Mittlerweile ist ungefähr die Hälfte der Installation neu ausgestattet“, berichtet Jaspers. Fürs Erste erstrahlt die „Lichtgeschwindigkeit 11,5m/sek“ also wieder in vollem Schein. „Die andere Hälfte werden wir auch irgendwann erneuern“, sagt Jaspers. „Aber wir tauschen die Lichter natürlich erst aus, wenn sie nicht mehr leuchten.“

Übrigens: Jetzt lohnt sich ein Besuch im ZIL gleich doppelt: Neben der frisch restaurierten Lichtinstallation können Sie auch die neue Lichtkunst-Ausstellung „Retroperspektive“ von François Morellet sehen, die Ende September angelaufen ist. Mehr dazu hier bei uns im Blog.

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Kategorien: Kultur
Schlagwörter: Ausstellung, Kultur, Kunst, Licht, Lichtkunst, Unna und Zentrum für internationale Lichtkunst


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