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29. Mai 2015

Mitmachen leicht gemacht

Ein Interview mit Prof. Dr. Petra Schweizer-Ries anlässlich der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit

An diesem Wochenende starten die Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit mit diversen Maßnahmen von Vereinen, Unternehmen und anderen Institutionen. Von der vegetarischen Woche in der Schulkantine bis zur nachhaltigen Stadtführung – die nächste Woche steht Deutschland, und im Rahmen der Europäischen Nachhaltigkeitswoche auch Europa, im Zeichen der Nachhaltigkeit.

Seit der Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung 2012 in Rio de Janeiro veranstaltet der Rat für Nachhaltige Entwicklung, ein Beratungsgremium der Bundesregierung, jedes Jahr die Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit. Sie sollen zum nachhaltigen Handeln motivieren, indem sie zeigen, wie einzelne Menschen und Institutionen mit gutem Beispiel vorangehen.

Prof. Dr. Petra Schweizer-Ries forscht an der Universität Bochum zu Nachhaltigkeit. Sie untersucht insbesondere die sozialen und psychologischen Bedingungen für die Umsetzung einer nachhaltigeren Energieversorgung. Als RWE Stiftung unterstützen wir Prof. Schweizer-Ries bei dem Forschungsprojekt „Erlebnisraum Nachhaltige Entwicklung“.

Im Interview erklärt die Professorin, welche Bedeutung die Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit für das Engagement Einzelner für eine nachhaltigere Entwicklung und Energieerzeugung haben.

Petra Schweizer-Ries

Prof. Dr. Petra Schweizer-Ries: „Eine Barriere für mehr Engagement stellt die Befürchtung der Menschen dar, allein nichts bewirken zu können.“

Frau Prof. Dr. Schweizer-Ries, wovon hängt das Engagement insbesondere von kleineren Unternehmen, Kommunen und anderer Institutionen für Nachhaltigkeit und insbesondere für eine nachhaltige Energieerzeugung und -nutzung ab? Und wo sind die Grenzen?

PETRA SCHWEIZER-RIES: Es hängt davon ab, ob dahinter ein tieferer Sinn erkannt wird und verstanden wurde, dass eine tiefgreifende Veränderung erforderlich ist. Sicherlich hängt es auch davon ab, wie realistisch die Zielerreichung erscheint. Eine Barriere für mehr Engagement stellt die Befürchtung der Menschen in den Unternehmen, Kommunen etc.  dar, als einzelnes – oftmals kleines – Unternehmen oder als einzelne Institution allein nichts bewirken zu können.

Inwiefern können Beteiligungsformate wie die Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit zum nachhaltigeren Handeln motivieren?

Indem Sie aufzeigen, was möglich ist und dass wir nicht allein sind im Bestreben, mehr Nachhaltigkeit für heute lebende und zukünftige Generationen zu schaffen.

„Gute Beteiligungsformate befähigen dazu, sich selbst einzusetzen und einen Teil zum Gesamten beizutragen.“

Können solche Beteiligungsformate die Akzeptanz für konkrete Maßnahmen (z.B. für die Energiewende) steigern?

Die Energiewende ist ja keine konkrete Maßnahme, eher ist sie ein Maßnahmenbündel und wird damit auch noch ganz verschieden verstanden. Gute Beteiligungsformate achten darauf, dass das Einbringen eigener Ideen möglich ist. Sie befähigen dazu, sich selbst einzusetzen und einen Teil zum Gesamten beizutragen.

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Kategorien: Allgemein
Schlagwörter: Energiewende, soziale Energie und Soziales


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