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17. September 2014

Bewusstsein schaffen für etwas scheinbar Selbstverständliches

Es gibt kaum etwas so Elementares in unserer modernen Welt wie elektrisches Licht. Ohne künstliche Beleuchtung kein Straßenverkehr, keine Hightech-Industrie, kein Zusammenleben in dichtbesiedelten Metropolen, keine moderne Telekommunikation (die auf lichtleitenden Glasfaserkabeln basiert).

Auch in Kunst, Unterhaltung und Kultur würde ohne Kunstlicht (fast) nichts gehen. Man denke ans Kino, das früher passenderweise Lichtspielhaus hieß, an Abendspiele in der Fußball-Bundesliga oder an Lichtkunst.

Elementar und trotzdem selbstverständlich: Licht ist in unserem Leben einfach da. Hat da zu sein. Wie zentral es in unserem Alltag ist, merken wir erst, wenn es einmal nicht funktioniert. Und welche Konsequenzen industrielles Licht mancherorts hat (Stichwort „Lichtverschmutzung„) nehmen wir ebenfalls kaum wahr.

Licht zwischen Energie und Emotionen

Mit diesem mangelnden Bewusstsein für Kunstlicht soll Schluss sein – zumindest hier in NRW. Dank der „Gespräche zur Lichtkultur“. Dahinter verbirgt sich die Idee einer öffentlichen Veranstaltungsreihe, initiiert von der Lichttechnischen Gesellschaft des Ruhrgebiets, dem Lichtforum NRW und der Highlight Verlagsgesellschaft und gefördert von unserer Stiftung.

„Wir wollen dem Thema Licht mehr Aufmerksamkeit geben“, sagt Dennis Köhler, Geschäftsführer des Lichtforums, „als emotionaler, lebensqualitativer und energetischer Größe. Wir wollen sensibilisieren und Wissen vermitteln – bei denen, die Licht produzieren, bei denen, die Licht räumlich integrieren und bei denen, die Licht konsumieren.“

Auftaktveranstaltung im Oktober in Oberhausen

Dieser Ansatz hat uns überzeugt, denn als Energiestiftung betrachten wir Strom und seine Derivate auch gerne interdisziplinär und jenseits der rein physikalischen Zusammenhänge. Was uns ebenfalls gefällt: dass die Gespräche an Orten stattfinden, die in besonderem Sinne für Licht und/oder Energie stehen.

Lichtinstallation "320Grad-Licht" von-Urbanscreen im Gasometer: Foto: Gasometer Oberhausen/ Wolfgang Volz

Die Lichtinstallation „320Grad-Licht“ im Gasometer ist Teil der aktuellen Ausstellung „Der schöne Schein“. Foto: Gasometer Oberhausen/Wolfgang Volz

So ist die Auftaktveranstaltung am 15. Oktober 2014 im Gasometer Oberhausen geplant. Der Bau hat sich in den 85 Jahren seiner Existenz vom Artefakt des Kohlebergbaus zum Wahrzeichen und Lichtkunstwerk gewandelt – das beweist aktuell gerade wieder die Ausstellung „Der schöne Schein„. Zu dieser Transformation passt auch der Titel der Abends: „Licht und Projektion – Entmaterialisierung von Raum und Form“.

Weitere Veranstaltungen sind geplant, unter anderem in Unna, Essen und Dortmund. Termine finden Sie auf der Website des Lichtforums. Aktuelle Updates gibt’s zudem hier im Blog.

 

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Kategorien: Kultur und Soziale Innovation
Schlagwörter: Kunst, Licht, Lichtkunst, NRW, und Ruhrgebiet


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