Gemeinsam essen und Kulturen der Geflüchteten kennenlernen

Eine mobile Küche, in denen geflüchtete Menschen traditionelle Speisen aus ihrer Region kochen und man sich so näherkommt – das ist die Idee von Refugees‘ Kitchen. Der Verein kitev (Kultur im Turm e.V.) aus Oberhausen hat das Projekt in die Welt gerufen. Damit die Küche funktionieren kann, braucht sie Energie. Da kommt die innogy Stiftung ins Spiel: Mit den Küchengeräten und der Installation dieser unterstützen wir das Projekt. Das Konzept dazu haben Azubis der Elektrotechnik entwickelt.

Gemeinsames Essen verbindet und ist ein gesellschaftliches Ereignis. Das soll helfen, Flüchtlinge und Einheimische einander näherzubringen. Bei der Refugees‘ Kitchen sollen Geflüchtete regionale Speisen aus ihrer Heimat kochen. Die Küche ist mobil, da sie in einem alten LKW aufgebaut wird. So kann die Aktion in verschiedenen innerstädtischen Standorten stattfinden. Damit Einheimische nicht nur das Essen der neuen Nachbarn kennenlernen, werden auch politische Informationen zu der Lage des Landes, aus dem die jeweiligen Köche geflüchtet sind, vorgestellt. Da so etwas oft sehr abstrakt und weit weg erscheint, erzählen auch die Flüchtlinge selbst ihre eigenen Geschichten und bringen den Menschen ihre Sichtweisen näher.

Zoom Das Küchenmobil ist gerade noch im Entstehen. Künstler und Geflüchtete arbeiten zusammen, um einen Luthmann-LKW in eine mobile Küche zu verwandeln. Der Umbau hat zunächst im Babcock Fertigungszentrum stattgefunden. Im Moment sind die Helfer dabei, die technische Ausstattung und den Innenausbau im Areal der Deutschen Bahn in Oberhausen fertigzustellen. Ein wenig wird es noch dauern, bis das Mobil auf Reise gehen kann. Es stehen aber schon einige Termine fest, bei denen es auf jeden Fall dabei sein wird. Vom 23. September bis 2. Oktober wird der Truck zum Beispiel beim Theaterfestival Favoriten in Dortmund sein. Über weitere Events werden wir Sie hier auf unserem Blog auf dem Laufenden halten.

Fotos: Christoph Stark