Klimaschutz im Quartier – wir machen mit

Energiewende und Umweltschutz haben die größten Chancen, wenn sie auf sehr lokaler Ebene verankert sind. Nur wenn es ums eigene Quartier geht, gelingt es, die Menschen mitzunehmen. Davon sind wir überzeugt, und daher unterstützen wir ein Innovationsprojekt im Ruhrgebiet:

Der „InnovationCity roll out“ setzt eine Erfolgsgeschichte aus dem Ruhrgebiet vor. In Bottrop etwa hat die InnovationCity Ruhr-Initiative einen erfolgreichen, klimagerechten Stadtumbau angestoßen. Bis 2020 sollen städtische Sanierungen und Modernisierungen dort die CO2-Emmissionen gegenüber dem Stand von 2010 halbieren. Bereits Ende 2015 war das Ziel zu fast 75% erreicht. In Bottrop und Essen sind zudem mehrere Zukunftshäuser entstanden, die vorbildlich zeigen, wie Energiewende daheim gelingt und was sie bringt. Von Beginn an sollten die Projekte jedoch keine alleinstehenden Leuchttürme sein, sondern die Initiatoren von Innovation City wollten die Idee ins ganze Ruhrgebiet hineintragen.

Das geschieht nun mit dem Rollout-Projekt. Das Vorhaben wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert und von der innogy Stiftung unterstützt. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung metropoleruhr, dem Wuppertal Institut und anderen Partnern soll das „Bottrop-Modell“ in der Region ausgeweitet werden. Alle Kommunen des Ruhrgebiets konnten mitmachen und haben Ideen eingereicht. Eine Fachjury wird nun 20 Quartiere auswählen, für die im Rahmen des Rollouts Konzepte entwickelt werden. Grundgedanke ist es, die Vielschichtigkeit des Ruhrgebiets abzubilden – was Soziostruktur, Wirtschaftskraft und städtebauliche Diversität angeht.

Blauer Himmel. Grüne Stadt.

Bottrop ist InnovationCity. Dieser Film zeigt, wo die Ruhrgebietsstadt Chancen sieht, sich als Vorbild für den Klimaschutz zu präsentieren.

Im Juli startet die Projektphase. CO2-Reduktion und Klima-/Umweltschutz bleiben das Leitmotiv der Arbeit. Wie genau sie erreicht werden kann, wird sich individuell von Quartier zu Quartier ent- und unterscheiden. Interessant wird auch sein, welche lokalen Partner jeweils mit ins Boot geholt werden und vor allem, wie es gelingt, die Bevölkerung zu erreichen. Mithilfe eines organisierten „Wissenstransfers“ können sich die Kommunen untereinander austauschen.

Wir sind sehr gespannt, wie sich das bis Ende 2018 geplante Projekt entwickelt und werden hier im Blog sicherlich regelmäßig über die Fortschritte berichten.