Mit neuen Utopien zu einem guten Leben

Blick in das SANAA-Gebäude, links das Podium, unter anderem mit Jürgen Trittin und Peter Terium, rechts das Publikum

„Was ist eine gute Energiewende, was ist ein gutes Leben?“ Diese – zugegebenermaßen nicht ganz eindimensionale – Leitfrage hatten wir hatten wir über den 6. innogy Stiftungstag gestellt.

Wie bei unseren Jahrestreffen üblich, war der Abend konsequent kollaborativ gestaltet, was für die 150 geladenen Gäste aktive geistige und körperliche Anteilnahme bedeutete. Oder, wie Stiftungs-Geschäftsführer Stephan Muschick in seiner Begrüßung sagte: „Zusammenarbeit kann nur funktionieren, wenn man es tut und nicht, wenn man nur darüber redet.“

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Vor 20 Jahren war er einer der Vordenker der Energiewende in Deutschland: Keynote-Speaker Jürgen Trittin – hier neben Nijmegens Bürgermeister Hubert Bruls (r.)

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Stephan Muschick, Geschäftsführer der innogy Stiftung (l.), und Moderator Jacob Bilabel bei der Begrüßung im SAANA-Gebäude

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Dezentralisierung – eines der zentralen Themen in Trittins Keynote.

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Die Moderatoren der verschiedenen „World Café“-Tische auf der Bühne

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„Berieseln lassen, das gibt es woanders.“ Die Ansage von Moderator Jacob Bilabel war durchaus wörtlich zu nehmen: der Stiftungstag als Arbeitstreffen.

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Das Ergebnis einer der sechs Gruppen – mit spannenden Stichworten wie „Klimakultur“.

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Der zentrale Part war daher im „World Café“-Format gestaltet – das heißt, die Teilnehmer diskutierten, in Kleingruppen aufgeteilt, verschiedene Facetten des „guten Lebens“. Hier im Blog können Sie die Ergebnisse nachlesen. Wie unterschiedlich das Verständnis vom guten Leben ist, zeigte auch unsere anschließende Videoumfrage:

Die nötigen Impulse für das World Café hatte zuvor Jürgen Trittin, MdB und ehemaliger Bundesumweltminister, gegeben. Er eröffnete den Abend mit einer Keynote über gutes Leben und eine gute Energiewende.

„Let’s make Energiewende great again“, forderte der Grünen-Politiker in Anlehnung an Donald Trump und mit Blick auf ihre mangelnde gesellschaftliche Akzeptanz. Globale Chancengerechtigkeit, Partizipation und der Mut, „Herausforderungen erwachsen zu begegnen“ waren zentrale Begriffe in seiner Rede. Kondensiert finden Sie Trittins Thesen im Interview bei uns im Blog.

In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Peter Terium, Beiratsvorsitzender unserer Stiftung und CEO von innogy, zeigte sich, wie relevant Abende wie dieser sind – gerade wegen des ungewöhnlichen Settings: „Der große gesellschaftliche Austausch muss irgendwo immer im Kleinen anfangen“, sagte Terium. „Ich hoffe, dass wir hier einen Beitrag leisten können, diesen Dialog und die Zusammenarbeit voran zu treiben.“ Und Moderator Jacob Bilabel ergänzte: „Wir müssen Utopien erdenken und erproben. Nur so können wir die Zukunft bauen, die wir meinen, wenn wir an ein gutes Leben für alle denken.“

Fotos: Frank Vinken | dwb (5), Timm Rotter (2)