Energieschub für die Ruhrtriennale

Seit dem Sommer 2015 bilden die Ruhrtriennale und unsere Stiftung eine kreative Allianz. Anlass war die Realisierung eines außergewöhnlichen Kunstdorfs auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum. Entwickelt hat es das niederländische Künstlerkollektiv Atelier van Lieshout und es wird noch bis 2017 Spielstätte, Partylocation und ein Schauplatz energiegeladener Zukunftsdebatten sein.

Bereits im ersten Jahr der Kooperation Jahr hatte van Lieshout viel kreative Energie bewiesen, als er die Triennale nicht nur um Kunstwerke, sondern gleich um eine neue, ungewöhnliche Spielstätte bereichert hatte: „The Good, the Bad and the Ugly“. Hinter diesem Titel verbarg sich eine Installation seines Ateliers, bestehend aus dem „Refektorium“ und neuen Gebäudeskulpturen sowie ikonografischen Arbeiten. Ihr gemeinsames Thema: neue Energien, neue Industrien und neue gesellschaftliche Lebensformen – und all dies provokant, ironisch und überaus sinnlich präsentiert. Ein spannender Ansatzpunkt für unsere Stiftung und der Grund, drei Jahre lang dafür zu sorgen, „The Good, the Bad and the Ugly“ um immer neue Arbeiten zu erweitern und mit weiteren Angeboten und Debatten zu verknüpfen.

Auf das 2015er Motto „Domesticate me“ folgte in der Spielzeit 2016 das Thema „Mensch und Maschine“. Ein besonderer Akzent lag dabei auf der künstlichen Intelligenz und  der Niederländer schuf eine Reihe neuer Werke. Ein Hingucker waren – allein ob ihrer Größe – sicher der „Talking Head“ und das „Steam Hammer House“. Neu hinzu kam auch unser Symposium „Maschinenmenschen und Menschmaschinen“ in van Lieshouts Refektorium. Gemeinsam mit dem Künstler und Gästen von Chaos Computer Club bis Silicon Valley debattierten wir über die Herausforderungen der Digitalisierung für unser Zusammenleben. Ein großes Thema, dem wir in der Spielpause 2016/2017 noch mal einen eigenen Abend widmeten. Im Technoclub Goethebunker in Essen diskutierten wir unter dem Titel „Ziemlich beste Freunde?“ weiter zu den Aspekten der Digitalisierung, Robotik und der Zukunft und Arbeit. Gäste waren Rainer Bischoff, KUKA Roboter GmbH, Martin von Broock, Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik, Stefan Heumann, Stiftung Neue Verantwortung.

Im Sommer 2017 geht es weiter. Die Neukonzeption des Künstlerdorfs durch Joep van Lieshout steht an und trägt die Überschrift „The End of Everything/The Beginning of Everything“. Seinen neuen Arbeiten liegt die Idee zugrunde, dass alles in großem Maßstab zerstört werden muss, um Platz für einen kreativen Neuanfang zu schaffen. Wir sind gespannt. Die Eröffnung der Installation und des Festivalzentrums ist am 18. August (um 16:30 Uhr).

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Die schönsten Bilder von „The Good, the Bad and the Ugly“ aus 2015

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Der Künstler selbst führte zur Einweihung durch die Ausstellungsräume in der Bochumer Jahrhunderthalle. Hier im Bild die Werke „Old Man“ und „UNTITLED (Horse with Mother and Child)“

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Blick auf den „Domesticator“

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Ständig energiegeladen: Joep van Lieshout, der neue kreative Taktgeber der Ruhrtriennale

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Lässt Raum für Interpretationen: der „Kopf Herrmann“

Fotos: Frank Vinken|dwb

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Kunstgenuss in Bochum: Zwei Besucher widmen sich mit Hingebe dem anatomischen Darmausgang der BarRectum

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