Energiewende selber machen:
Das Think Lab „Energie – Gesellschaft – Wandel“

Innovationen aus dem Lab

Die Themen Energie und Energiewende sind Topthemen der Gegenwart. Soll die Energiewende in Deutschland, wie von der Bundesregierung vorgesehen, bis zum Jahre 2030 gelingen, so stellt sich die Frage: Welche gesellschaftlichen Innovationsprozesse sind notwendig, um sie zum Erfolgsmodell werden zu lassen?

An dieser Stelle setzt das Think Lab Energie-Gesellschaft-Wandel an, das wir gemeinsam mit der Stiftung der Deutschen Wirtschaft ausrichten. Hier haben Studierende aller Fachrichtungen die Chance, ihre Energie-Zukunft mitzugestalten. Ziel ist es, im Rahmen eines Think Lab innovative Ideen zur Energiewende und den damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen zu generieren.

Die eigenen Ideen zum Gelingen der Energiewende nutzen

Im Laufe der jeweils einjährigen Projekte setzten sich kleine Teams mit selbstgewählten Themen bezüglich der Energiewende und des gesellschaftlichen Wandels intensiv auseinander. Start ist ein Kick Off-Treffen auf dem die Grundlagen für die nachfolgende Projektarbeit gelegt werden. Im Verlauf der Projektdauer erhalten die Teilnehmer ein ausgewähltes Seminarangebot, das u.a. Soziologische Grundlagen, Zukunftsforschung, Projektmanagement, Präsentationstechniken umfassen soll. Darüber hinaus kann jedes Team für die dezentrale Arbeitsphase auf Antrag ein eigenes Projektbudget erhalten, um weitere Experten-Inputs oder individuelle Schulungsangebote zu finanzieren, die eigenen Ideen auszuarbeiten, umzusetzen und in Veranstaltungen der Öffentlichkeit zu vermitteln. Die Arbeitsergebnisse können auf unterschiedlichste Art und Weise ausgestaltet werden – in Form von Essays, wissenschaftlichen Aufsätzen, politischen Handlungsempfehlungen, aber auch in Form von themenbezogener Öffentlichkeitsarbeit, Kunstwerken, sozialen Projekten oder mittels ganz anderer Darstellungswege. Der Kreativität bei der Ausgestaltung der Energiewende sind hier keine Grenzen gesetzt.

Bewerbung für das Think Lab

Die Energiewende bestimmt nicht erst seit dem Atomausstieg 2011 die Agenda der Energiepolitik in Deutschland. Viele technische Lösungen sind gefunden und auf den Weg gebracht worden. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung liegt mittlerweile bei über 30 % und steigt weiter. Das sind die positiven Signale, die hoffen lassen, dass die Energiewende wie geplant bis 2030 umgesetzt werden kann.

Was hingegen kaum vorangekommen ist, das ist die Veränderung von Bewusstsein und Handeln, die die Energiewende notwendigerweise begleiten müssen. Die veränderten Einstellungen und neuen Ideen im Zusammenhang mit Stromversorgung, Wärme und Mobilität, die die Energiewende zu einem Projekt des gesellschaftlichen Wandels machen, haben noch nicht den Umfang erreicht, der es erlauben würde, von einer wirklichen Wende zu sprechen.

Hier anzusetzen und Ihre eigenen Ideen für die Energiewende einzubringen, dazu bieten wir Ihnen in Kooperation mit der RWE Stiftung im neuen Think Lab „Energie – Gesellschaft – Wandel“ ab sofort eine konkrete Möglichkeit. In studentischen Projektteams können Sie Ihre eigenen Vorschläge zur Gestaltung der Energiewende umsetzen und einen praktischen Beitrag zu ihrem Gelingen leisten.

1. Grundlagen

Die Energiewende ist in aller Munde, aber schon der Begriff von „der Energiewende“ ist gar nicht so eindeutig, wie es scheint. Es wird immer deutlicher, dass es „die Energiewende“ gar nicht gibt. Genauso wenig wie es „die Zukunft“ gibt, sondern uns vielmehr zahlreiche mögliche Zukünfte offenstehen, so sind ebenso viele mögliche Energiewenden denkbar. Dementsprechend wird darüber, welche „Wende“ denn nun die richtige ist, viel diskutiert und dieser Dialog zwischen Experten, Politik und Bürgern wird in Zukunft sicher noch intensiver geführt. Diesen Prozess mit neuen Ideen und Impulsen zu bereichern und den optimalen Weg hin zu einer dekarbonisierten Energieversorgung zu finden, dazu soll das Think Lab einen Beitrag leisten. Insbesondere konkrete Maßnahmen, die den technologischen Wandel auf gesellschaftlicher Ebene begleiten und für einen besseren Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sorgen, sollen hier gefördert werden.

Neben dem Bereich der Stromerzeugung (Wind- und Solarenergieanlagen, Speicherung, Nord-Süd-Stromtrassen etc.), gilt es dabei auch die anderen Felder der Energiewende, insbesondere Wärme und Mobilität, in den Blick zu nehmen. Hier können auch kleine lokale oder regionale Projekte neue Ansätze erkunden und wichtige Impulse für eine weitere Entwicklung geben. Solche Projekte anzustoßen und ihnen bei ihren ersten Schritten zu helfen, ist der konkrete Ansatz des gemeinsamen Think Lab der sdw und der RWE Stiftung.

2. Projektteams

In selbstbestimmten Projektgruppen arbeiten Studierende und Promovierende 6 bis 12 Monate lang an den von ihnen entwickelten Ideen. Was genau das sein kann, ist recht offen – denkbar sind von einem Projekt zur Dezentralisierung der Energieversorgung über eine Verbreitung des Suffizienzgedankens bis hin zu neuen Ideen für ein flexibles Management von Stromverbrauchern und Energiespeichern alle Ansätze, die weniger auf Hardware als vielmehr auf veränderte Einstellungen und die gelebte Praxis der Menschen abzielen. Alle Ideen, die in den Projekten umgesetzt werden, sollen möglichst auch einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden. So können sie weitere Unterstützer gewinnen und im Idealfall über die Projektlaufzeit fortbestehen oder Nachahmer an anderen Orten finden. Die Projektteilnehmer sind Multiplikatoren, die mit ihrem Engagement den gesellschaftlichen Wandel vorantreiben und dazu beitragen, dass die Energiewende gelingt.

Begleitend wird für alle Programmteilnehmer ein exklusives Seminarangebot, das sowohl Fachwissen als auch für die Projektdurchführung hilfreiche soft-skills vermittelt, bereitgestellt. Um das eigene Projekt umsetzen, kann jedes Team ein Projektbudget von max. 5.000 € beantragen, um weitere Experten-Inputs oder individuelle Schulungsangebote zu finanzieren, die eigenen Ideen weiter auszuarbeiten, umzusetzen und ggf. in selbstorganisierten Veranstaltungen darzustellen und damit auch Dritten zu vermitteln.

Die Arbeitsergebnisse der Teams können auf unterschiedlichste Art und Weise ausgestaltet werden – in Form von Essays, wissenschaftlichen Aufsätzen, politischen Handlungsempfehlungen, aber auch in Form von themenbezogener Öffentlichkeitsarbeit, Kunstwerken, sozialen Projekten oder mittels ganz anderer Darstellungswege. Der Kreativität bei der Ausgestaltung der Energiewende sind hier keine Grenzen gesetzt.

3. Öffentlichkeitsarbeit und Teilnehmerkreis

Um fachlich interessierte und motivierte Projektteilnehmer zu gewinnen, wird das Think Lab nicht nur im Intranet der sdw, sondern auch über andere Kommunikationskanäle bekannt gemacht. Das Think Lab steht nicht nur sdw-Stipendiat_innen offen, sondern es können sich auch andere am Thema interessierte Studierende beteiligen. Darüber hinaus werden fünf speziell dem Thema gewidmete Promotionsstipendien ausgeschrieben. Über eine Kommunikationsplattform können sich alle am Think Lab Interessierten austauschen und erste Kontakte knüpfen. Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung können diese dann vertieft werden. Dabei können alle ihre Ideen noch einmal ausführlich vorstellen, Mitstreiter gewinnen bzw. sich anderen Projekten anschließen oder einfach nur fachlichen Input im Austausch mit erfahrenen Spezialisten erhalten.

4. Kontakt

Zusätzliche Informationen finden Sie auch auf unserer Homepage unter Studienförderwerk Klaus Murmann/Förderprogramm sowie auf unserer Facebook-Seite. Bei direkten Nachfragen wenden Sie sich bitte an:

Jörg HülshörsterT030 278906-38
E-Mail an j.huelshoerster@sdw.org