Die Akademie für Energie & Akzeptanz

Für das Gelingen der Energiewende braucht es einen sachlichen und ergebnisoffenen Diskurs. Den zu erreichen, setzt wiederum Bildung voraus. Genau an dieser Stelle setzt unsere Studentenakademie an.

Mit der „Akademie für Energie & Akzeptanz“ bietet das Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik (WZGE) mit Unterstützung unserer Stiftung seit 2012 Energiebildung für Studierende und Promovierende. Während der einwöchigen Veranstaltung in der Lutherstadt Wittenberg wird der Fortschritt der Energiewende aus einem ethischen Blickwinkel beleuchtet. Ziel ist es, die Teilnehmenden zur Mitgestaltung sachlicher Diskurse zu befähigen, die gleichermaßen die Chancen und Risiken sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Energiewende in den Blick nehmen. Damit soll das Vertrauen in die Umsetzung des „Gemeinschaftswerks Energiewende“ gestärkt werden. Die Veranstaltungsreihe, die in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Energiemanagement und Nachhaltigkeit der Universität Leipzig durchgeführt wird, fand 2016 bereits zum vierten Mal statt.

Energiebildung mit nachhaltigen Lerneffekten

Die Akademie ermöglicht jungen Nachwuchskräften einen ganzheitlichen Blick auf die komplexe Energiethematik durch die integrierte Vermittlung wirtschaftsethischer und energiefachlicher Kompetenz, den Austausch mit Praxisexperten, die Interdisziplinarität der Teilnehmenden und ein in jedem Jahr wechselndes, aktuelles Konfliktthema. In der Rückschau verdeutlichen die bislang bearbeiteten Themen die gesellschaftliche Diskussion der jeweiligen Jahre – 2012: Netzausbau, 2014: Strompreise, 2015: (De-)Zentralität, 2016: Digitalisierung. Den Höhepunkt der Akademiewoche bildet ein simulierter, öffentlicher Stakeholder-Dialog, bei dem die Teilnehmenden in den Rollen der verschiedenen Interessengruppen einen Perspektivwechsel vollziehen und daraus nachhaltige Lerneffekte ableiten: Anhand eines Fallszenarios gilt es, die jeweiligen Positionen überzeugend zu vertreten und schließlich in der Gruppe zu einer von allen getragenen Lösung zu gelangen.

Sieger beim Stakeholder-Dialog 2016: Team „Digitale Wirtschaft“

Zum hochaktuellen Thema „Big Data als Schlüssel zur Energiewende?“ bezogen die 20 Teilnehmenden der vergangenen Akademie in der Hörsaalruine des Berliner Charité-Campus Position zum geplanten Smart Meter-Rollout. Dabei wurde schnell deutlich, dass das „Gemeinschaftswerk Energiewende“ Kompromisse erfordert, für die vertrauensbildende Dialoge eine unabdingbare Voraussetzung sind. Zum Gewinner des knapp dreistündigen Diskurses erklärte die Jury das Team „Digitale Wirtschaft“. Jury-Sprecher Prof. Andreas Suchanek lobte neben der ethischen und fachlichen Kompetenz vor allem Engagement und Teamgeist der Gruppe: „Sie haben sehr stark lösungsorientiert gearbeitet, ohne die eigenen Interessen aus dem Auge zu verlieren.“

Bewerbung für die Akademie für Energie & Akzeptanz

Bewerbungen für die nächste Akademie vom 26. Februar bis 3. März 2017 können vom 4. bis 31. Oktober 2016 eingereicht werden. Die ausführliche Ausschreibung finden Sie auf der Website des WZGE. Für weiterführende Fragen können Sie sich gern über die folgende Kontaktadresse an die Verantwortlichen wenden.

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