Auf der Suche nach den Energie-Prosumern

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Vernetzte, intelligente Energiesysteme, auch Smart Energy genannt, sind in aller Munde. Die Verbraucher messen und steuern ihren Stromverbrauch in solchen Systemen.

Sogenannte Energie-Prosumer gehen noch weiter und produzieren ihren Strom selbst, nutzen ihn effizient und speisen Überschüsse ins Netz ein. Besonders wichtig sind hier Nutzer, die motiviert sind, sich in ihrer freien Zeit mit den notwendigen technischen und organisatorischen Voraussetzungen auseinanderzusetzen und innovativ tätig zu werden.

Nutzercommunities bilden

Gerade das Internet bildet für solche Nutzer eine wichtige Grundlage, um sich zu vernetzten, Fragen zu klären, Ideen zu diskutieren, zu teilen, zu verbessern und Projekte gemeinsam auszuarbeiten. Nutzercommunities im Smart Energy Bereich sind aber viel weniger intensiv ausgeprägt als in erfolgreichen Bereichen wie 3D Drucken, Freizeitsport oder Open Source Software.

Grundlagenforschung für Entwickler

In einem dreijährigen Forschungsprojekt untersucht das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, welche Gründe Nutzer zur Innovation antreiben und welche sie daran hindern, sich für intelligente Stromtechnologien zu interessieren, diese zu implementieren und sich in Online-Foren, offenen Werkstätten und mit Gleichgesinnten darüber auszutauschen und diese weiterzuentwickeln. Dabei wird auch erforscht, wie die Anbieterseite durch nutzerzentrierte Geschäftsmodelle diese Entwicklung unterstützen kann.

Wir möchten mit der Studie Grundlagenwissen für Innovationen im Energiemarkt bereitstellen und Verhaltensweisen von Nutzern aufzeigen. So kann eine Basis für Energieversorger geschaffen werden, diese Erkenntnisse für Entwicklungen von Smart-Energy-Technologien zu nutzen.